Allmählich endet die für den Touristikriesen TUI enorm wichtige Hauptreisezeit, in der das Unternehmen den Großteil der Erträge generiert. Den bisherigen Aussagen des Managements zufolge dürfte die Kasse auch dieses Jahr wieder kräftig geklingelt haben. Denn die Menschen geben trotz aller Krisen rund um den Globus weiterhin viel Geld für ihren Urlaub aus.
Zumindest in den für TUI sehr wichtigen Märkten Deutschland und Großbritannien scheint dies der Fall zu sein. TUI dürfte starke Zahlen für das Ende September endende Geschäftsjahr 2025/26 vorlegen. Das große Problem: Die starke operative Performance spiegelt sich weiterhin nicht in steigenden Aktienkursen wider. Hierbei halfen auch all die bullishen Analystenkommentare nicht. So beziffert etwa die US-Großbank JPMorgan den fairen Wert erst bei 12,20 Euro. Daraus errechnet sich ein stattliches Aufwärtspotenzial von fast 80 Prozent.
Grundsätzlich sind die meisten Analysten, die sich regelmäßig mit den Anteilscheinen des Reisekonzerns befassen, zuversichtlich gestimmt. So empfehlen laut den Daten von Bloomberg zwölf der 17 Experten den Kauf. Fünfmal lautet das Anlagevotum "Halten" oder "Neutral". Kein Analyst rät derzeit zum Verkauf der TUI-Papiere. Und selbst das niedrigste Kursziel (von James Wheatcroft von Jefferies) aller 17 Analysten liegt mit 7,00 Euro immer noch über dem aktuellen Kursniveau. Das durchschnittliche Kursziel beläuft sich aktuell auf 9,85 Euro, woraus sich Aufwärtspotenzial von 45 Prozent errechnet.
DER AKTIONÄR hält an seiner Einschätzung zur TUI-Aktie fest: Das Unternehmen schlägt sich auch in einem anhaltend komplizierten Marktumfeld sehr wacker und bleibt trotzdem sehr profitabel. Mit einem 2026er-KGV von 7 und einem 2027er-KGV von 5 ist die Aktie sehr günstig bewertet. Mutige können weiterhin zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 6,25 Euro belassen werden.
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