Der Touristikriese TUI hat gestern seine Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 veröffentlicht. Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktbedingungen berichtete das Unternehmen über einen geringeren Umsatz und sinkende Ergebnisse. Um das Jahresziel zu erreichen, muss das Sommerquartal sehr gut laufen.
Zu beachten ist bei TUI natürlich die enorme Saisonalität der Ergebnisse: Nach neun Monaten steht aktuell ein bereinigtes EBIT von 123 Millionen Euro, nach 165 Millionen im Vorjahr, das eben von weitaus weniger negativen Sondereffekten beeinflusst war. Die Jahresprognose von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro hat TUI bestätigt. Also muss nun das aktuell laufende vierte Quartal – Juli bis September, die absolute Hochsaison für den Touristikriesen – zwischen etwa 0,98 und 1,28 Milliarden Euro gut laufen. Doch davon ist in der Regel auszugehen. In den vergangenen Jahren wurde der Löwenanteil des TUI-Gewinns immer in dieser Zeit erwirtschaftet. Im Vorjahresquartal waren es beispielsweise knapp 1,3 Milliarden Euro.
Dementsprechend sind auch die meisten Analysten optimistisch gestimmt. Laut den Daten von Bloomberg raten derzeit zwölf der 16 Experten, die sich regelmäßig mit der TUI-Aktie befassen, zum Kauf. Viermal lautet das Anlagevotum "Neutral" oder "Halten", keiner empfiehlt den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel beläuft sich aktuell auf 10,13 Euro. Daraus würde sich Aufwärtspotenzial von knapp 40 Prozent errechnen.
Besonders bullish gestimmt ist nach wie vor die US-Großbank JPMorgan. So hat deren Experte Karan Puri seine Kaufempfehlung nach den Zahlen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres mit "Overweight" bestätigt. Zudem sieht er die Anteilscheine erst bei 12,50 Euro fair bewertet. Dies würde ausgehend vom gestrigen Schlusskurs (7,28 Euro) Aufwärtspotenzial von satten 72 Prozent ergeben.
Auch DER AKTIONÄR sieht für die TUI-Anteile noch reichlich Potenzial. Das Unternehmen schlägt sich auch in einem anhaltend komplizierten Marktumfeld sehr wacker und bleibt trotzdem sehr profitabel. Mit einem 2026er-KGV von 7 und einem 2027er-KGV von 5 ist die Aktie sehr günstig bewertet. Mutige können weiterhin zugreifen (Stopp: 6,25 Euro).
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