Der Netzwerk-Ausrüster Cisco blickt nach einem überraschend guten Geschäftsjahresende zuversichtlicher auf das erste Quartal als Experten erwartet hatten. Der Umsatz werde bei 18,0 bis 18,2 Milliarden Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) sieht Cisco bei 1,32 bis 1,34 Dollar. Analysten hatten bei beiden Kenngrößen mit weniger gerechnet.
Das Unternehmen sieht bei Netzwerken einen Superzyklus im Gange und äußerte sich noch optimistischer zum Geschäft mit KI-Infrastruktur mit sogenannten Hyperscalern. Darunter versteht man sehr große Cloud-Anbieter, die weltweit eine Recheninfrastruktur mit Servern betreiben. Auch wenn Cisco sich auf KI-Datenzentren konzentriert, ist es beim Umsatz immer noch abhängig von seinem klassischen Netzwerkgeschäft.
Im vierten Geschäftsquartal legte der Umsatz um 18 Prozent auf 17,3 Milliarden US-Dollar zu. Der Gewinn stieg unter dem Strich um die Hälfte auf 3,9 Milliarden Dollar. Auch hier hatten Experten weniger erwartet.
Cisco zeigt laut HSBC-Analyst Stephen Bersey nach dem überragenden Bericht zum dritten Geschäftsquartal keine Anzeichen dafür, an Schwung zu verlieren.
Die Investmentbank stufte die Aktie des Software- und Netzwerkausrüsters von „Halten“ auf „Kaufen“ herauf. Gleichzeitig erhöhte sie ihr Kursziel von 77 auf 137 Dollar. „Wir sind der Ansicht, dass das dritte Quartal die These stützt, dass Ciscos Rolle im Bereich künstliche Intelligenz struktureller Natur wird und dass die KI-Umsätze einen größeren finanziellen Einfluss haben als von uns erwartet“, schrieb Analyst Bersey in einer Mitteilung an Kunden.
Diese positive Entwicklung von Cisco war bereits weitgehend im Kurs eingepreist. Nach einem Anstieg von rund 50 Prozent seit Jahresbeginn und einem Kurssprung von 13 Prozent am Vortag haben Anleger Gewinne mitgenommen. Wer investiert ist, bleibt dabei.
Enthält Material von dpa-AFX
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