Der Reiseriese TUI hat heute seine Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 vorgelegt. Während die Zahl der Kunden aufgrund der komplizierten Rahmenbedingungen um drei Prozent auf 9,9 Millionen sank, verringerte sich der Umsatz um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden Euro.
Der um Sonderposten bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern sank um 27 Prozent auf 234 Millionen Euro. Der Nettogewinn halbierte sich auf rund 83 Millionen Euro. Vorstandschef Sebastian Ebel erklärte im Hinblick auf den Krieg im Nahen Osten sowie die damit verbundenen hohen Ölpreise und die Verunsicherung der Kunden: "2026 ist kein normales Jahr." Für das laufende Fiskaljahr wagt er nach wie vor keine konkrete Umsatzprognose. Ebel bekräftigte aber erneut das Ziel, einen bereinigten operativen Gewinn (EBIT) von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro zu erwirtschaften.
Sehr zufrieden zeigte sich TUI indes mit einem anderen Segment: "Unser Kreuzfahrtgeschäft entwickelt sich weiterhin positiv. Dies zeigt sich in hohen Kundenzufriedenheitswerten und einer soliden Buchungslage mit einer Auslastung über 100 Prozent."
Die aktuelle Lage führt bei vielen Kunden dazu, eher kurzfristig zu buchen. So verringerte sich der bereits gebuchte Umsatz für die Sommersaison um sechs Prozent. Jedoch zogen die Buchungen in den letzten vier Wochen wieder an. Zudem belasten natürlich die hohen Ölpreise. Allerdings zählt TUI zu den Firmen in der Branche, die dagegen sogar noch relativ gut gehedgt sind. Dennoch schmälern die hohen Kerosinpreise natürlich die Gewinnmargen.
Es ist natürlich keine Überraschung mehr, dass das aktuelle Marktumfeld für Reise- und Touristikkonzerne sehr schwierig ist. Dementsprechend schlägt sich TUI noch relativ wacker. Mutige mit einem langen Atem können weiterhin auf eine Erholung der aktuell mit einem KGV von 6 sehr günstig bewerteten Aktie setzen. Der Stoppkurs sollte bei 6,25 Euro belassen werden.
Heute, 07:43
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