Der Aktienkurs von TUI leidet weiter unter den anhaltend hohen Ölpreisen, welche die Kosten für den Konzern selbst erhöhen und das Reisebudget der potenziellen Kunden reduzieren. Doch die Aussichten für das Unternehmen sind weiterhin gut. Das liegt auch an der weiterhin florierenden Kreuzfahrt-Sparte TUI Cruises.
So zeigte sich der Vizepräsident des Segments Clas Eckholt im Gespräch mit Reisevor9 mit der Entwicklung sehr zufrieden: "Wir verzeichnen bei beiden Marken im dritten Jahr in Folge eine positive Entwicklung. Auslastung, Umsatz und Durchschnittspreise sind gestiegen – und das trotz höherer Kapazitäten und eines intensiveren Wettbewerbsumfelds."
TUI wächst im Kreuzfahrtgeschäft immer weiter. Bereits die im Sommer neu zur Flotte gestoßene "Mein Schiff Flow" habe für sich genommen zusätzliche Kapazitäten von rund 18 Prozent geschaffen. Ein Teil dieses Effekts wirke sich schon im laufenden Geschäftsjahr aus, der übrige Anteil komme erst 2027 zum Tragen. Gemeinsam mit der 2024 eingeführten Mein Schiff 7 sowie der im Frühjahr 2025 getauften "Mein Schiff Relax" ist die Flotte damit deutlich größer geworden. Bemerkenswert sei dabei vor allem, dass der Markt diesen Kapazitätsausbau vollständig aufgenommen habe, ohne dass es dafür preisgetriebener Last-Minute-Angebote bedurft hätte. "Wir sind mit einer stabilen Nachfrage und ohne ausgeprägtes Last-Minute-Geschäft durch den Sommer gekommen", stellte Eckholt klar.
Auch im Luxus- und Expeditionssegment behauptet sich Hapag-Lloyd Cruises nach Einschätzung von Eckholt trotz zunehmenden Wettbewerbs weiterhin als klarer Marktführer. Man habe das Profil der traditionsreichen Marke in den vergangenen eineinhalb Jahren bewusst geschärft und ihre zentralen Merkmale deutlicher herausgestellt. Die Folge: Seit mittlerweile vier Jahren entwickle sich die Buchungssituation stetig positiv. "26 ist besser als 25, 27 ist besser als 26, und 28 ist besser als 27", so Eckholt. Darüber hinaus buchen Kunden die Hapag-Schiffe zunehmend mit größerem zeitlichen Vorlauf.
Bei TUI läuft es weiterhin operativ deutlich besser als der Blick auf die maue Kursentwicklung der vergangenen Monate erahnen lässt. DER AKTIONÄR sieht deshalb für die TUI-Anteile noch reichlich Potenzial. Das Unternehmen schlägt sich auch in einem anhaltend komplizierten Marktumfeld sehr wacker und bleibt trotzdem sehr profitabel. Mit einem 2026er-KGV von 7 und einem 2027er-KGV von 5 ist die Aktie sehr günstig bewertet. Mutige können weiterhin zugreifen. Der Stoppkurs sollte bei 6,25 Euro belassen werden.
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