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15.05.2015 Nikolas Kessler

ThyssenKrupp, Salzgitter und Klöckner & Co: Schützenhilfe aus Brüssel

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Salzgitter

Die europäischen Stahlproduzenten können auf Unterstützung aus Brüssel hoffen. Spekulationen über Strafzölle der EU auf Stahlimporte haben die deutschen und europäischen Stahlwerte am Donnerstag beflügelt. Obwohl eine Abstufung durch die Deutsche Bank am Vormittag noch für Verluste gesorgt hat, ist die Salzgitter-Aktie am Donnerstag mit einem Plus von über sechs Prozent aus dem Handel gegangen.

Die EU-Kommission prüft derzeit Vorwürfe, wonach chinesische und russische Stahlhersteller bestimmte flachgewalzte Erzeugnisse aus Eisen und Stahl unter Wert verkauft haben sollen. Sollten sich die Anschuldigungen erhärten, kann die Brüsseler Behörde Strafzölle beschließen. Unabhängig davon, ob und wann diese tatsächlich verhängt werden, habe der Schritt eine sofortige positive Auswirkung auf die europäischen Stahlhersteller, erklärte Colin Sheridan von Davy Research. „Die Kunden werden nun vorsichtig sein beim Handeln mit Importen, da nun das Risiko künftiger Strafzölle droht“, so der Analyst.

Deutsche Bank stuft Salzgitter ab

Am Donnerstagvormittag hatte eine Abstufung durch die Deutsche Bank noch für Verluste bei der Aktie von Salzgitter gesorgt. Bastian Synagowitz hat das Papier des zweitgrößten deutschen Stahlherstellers von „Buy“ auf „Hold“ abgestuft und das Kursziel auf 35 Euro belassen. Das erste Quartal sei zwar stark gewesen, kurzfristig vermisse er aber weitere Kursimpulse. Die kommenden Quartale dürften eher gemischt ausfallen, so der Analyst. Die frühen Verluste konnte die Salzgitter-Aktie nach der Meldung aus Brüssel aber mehr als wettmachen.

Mit einem Plus von über sechs Prozent ist das Papier gestern als zweitbester MDAX-Wert aus dem Handel gegangen. Nur beim Konkurrenten Klöckner & Co fiel der Zuwachs noch größer aus. Auch im DAX stand mit ThyssenKrupp ein Stahlwert an der Spitze.

Salzgitter top, Klöckner flop

Bei Klöckner & Co bleibt die Lage auch nach dem gestrigen Kursplus angespannt. Hier sollten Anleger weiterhin an der Seitenlinie bleiben. 

Bei ThyssenKrupp hellt sich die Situation zunehmend auf, auch wenn es noch die eine oder andere Baustelle zu meistern gilt. Investierte Anleger bleiben dabei.

Der Favorit unter den deutschen Stahlwerten bleibt aber die Aktie von Salzgitter. Die jüngste Rallye wurde zuletzt mit einer Anhebung der Ergebnisprognose und guten Q1-Zahlen untermauert. Das Kursziel des Aktionär lautet 40 Euro.

Im Derivate-Musterdepot ist DER AKTIONÄR außerdem mit einem Turbo-Bull auf Salzgitter engagiert.

(mit Material von dpa-AFX)

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