Der deutsche Aktienmarkt hat seine Korrektur am Dienstag fortgesetzt. Der DAX schloss 1,03 Prozent tiefer bei 24.703 Punkten. Damit entfernte sich der Leitindex weiter von seinem in der Vorwoche markierten Rekordhoch bei 25.507 Punkten. Qiagen sticht im schwachen Umfeld heraus und springt zum Handelsschluss merklich nach oben.
Auslöser der Schwäche bleiben die geopolitischen Spannungen. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende neue Strafzölle gegen mehrere europäische NATO-Staaten angekündigt. Ab Februar sollen diese greifen, zum 1. Juni ist eine weitere Verschärfung vorgesehen, falls es im Streit um Grönland keine Einigung gibt. Die zunehmende Unsicherheit drückt vor allem auf exportorientierte Branchen. Zudem schalteten viele Investoren in einen defensiveren Modus.
Neben dem deutschen Leitindex verloren auch Werte aus der zweiten Reihe ebenso wie übergeordnet auf europäischer Ebene: Der MDAX sackte um 1,86 Prozent auf 30.803 Punkte ab. Der Euro Stoxx 50 gab 0,57 Prozent auf 5.892 Punkte nach und entfernte sich weiter von seinem jüngsten Rekordniveau.
Bei den Einzelwerten standen vor allem Aktien mit frischen Analystenkommentaren im Fokus. Fresenius Medical Care rutschte auf den tiefsten Stand seit Herbst 2024. Goldman Sachs strich die Kaufempfehlung mit Blick auf Gegenwind im Jahr 2026. Auch Carl Zeiss Meditec geriet nach einer Herabstufung unter Druck und fiel auf ein Mehrjahrestief.
Neues Interesse an Qiagen? Aktie schießt nach oben
Positiv überraschte am Dienstag unterdessen die Aktie von Qiagen: Mit der Schlussauktion auf Xetra stiegen sie um 12,4 Prozent auf 44,11 Euro und war damit klarer Top-Performer. Medienberichten zufolge prüft der Labordienstleister und Diagnostikspezialist strategische Optionen, welche auch einen möglichen Verkauf beinhalteten.
Traton wie Daimler Truck: US-Markt lastet auf Auslieferungen
Deutlich abwärts ging es zudem bei Traton. Schwächere Absatzzahlen, insbesondere aus den USA und Brasilien, sorgten für anhaltende Verkäufe. Hypoport brach im SDAX um fast 15 Prozent ein. Die Nachfrage nach Immobilienkrediten ging im vierten Quartal zurück.
Zu den wenigen Lichtblicken zählte Salzgitter. Eine Hochstufung durch Oddo BHF hob die Aktie auf ein neues Hoch seit 2018. Gewinnmitnahmen prägten nach der starken Rally der vergangenen Monate dagegen erneut das Bild bei Siemens Energy. Die Aktie verlor rund ein Prozent, befindet sich aber weiter in Schlagdistanz zum Allzeithoch.
Heute, 18:04