Die zuletzt stetig gestiegenen Ölpreise werden immer stärker zu einer Belastung für die gesamte Weltwirtschaft, weswegen es gestern Abend an den US-Börsen mitunter deutliche Kursrückgänge gab. Doch natürlich profitiert auch eine Reihe von Unternehmen aus der Energiebranche davon, wie beispielsweise Eni und Equinor.
So kostet WTI-Öl mittlerweile bereits fast 79 Dollar, vor Kriegsbeginn waren es noch 67 Dollar. Brent-Öl hat sich im selben Zeitraum von knapp 72 auf 84 Dollar verteuert. Zudem schnellte der europäische Gaspreis TTF von 32 auf über 50 Dollar nach oben. Denn der erst seit dem Wochenende andauernde Krieg mit dem Iran weitet sich zunehmend aus und sorgt international für neue Spannungen. So feuerte der Iran eine ballistische Rakete auf das NATO-Mitglied Türkei ab. Gleichzeitig setzt Israel seine Angriffe auf Stellungen der Hisbollah im Libanon fort. In mehreren Golfstaaten kam es zudem zu Drohnenangriffen auf zivile Einrichtungen. Auch die USA sind militärisch stärker involviert: Vor der Küste Sri Lankas wurde ein Kriegsschiff versenkt.
Die zunehmende Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran sorgt an den Finanzmärkten wieder für größere Zurückhaltung. Nachdem sich die Stimmung tags zuvor noch etwas aufgehellt hatte, meiden viele Investoren nun erneut riskantere Anlagen. Besonders die Entwicklungen auf den Energiemärkten rücken immer stärker in den Fokus. So versucht China bereits, den Treibstoffverbrauch zu senken, während japanische Raffinerien auf die Freigabe strategischer Erdölreserven drängen.
Als größtes Risiko für die Energieversorgung gilt weiterhin die Straße von Hormus. Über diese Meerenge wird ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Der Schiffsverkehr dort ist inzwischen nahezu zum Stillstand gekommen. In der Folge sind wichtige Öllieferungen aus dem Iran sowie aus anderen Förderländern am Persischen Golf unterbrochen worden. Einige Produzenten sehen sich daher gezwungen, ihre Fördermengen vorübergehend zu reduzieren.
Bei den breit aufgestellten Energieriesen Eni und Equinor klingeln angesichts der hohen Öl- und Gaspreise derzeit natürlich die Kassen. Die beiden breit aufgestellten europäischen Konzerne sind sehr günstig bewertet und selbst nur in einem sehr geringen Umfang in den vom Krieg betroffenen Ländern aktiv. Die Stoppkurse können bei Eni und bei Equinor jeweils noch bei 14,00 Euro beziehungsweise bei 19,50 Euro belassen werden.
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Heute, 07:08