++ 5 Rebound-Aktien – Verlierer werden zu Gewinnern ++

Rheinmetall: Vom Tief zurück im Rallymodus, 39 Prozent Plus seit Montag – und nun?

Rheinmetall: Vom Tief zurück im Rallymodus, 39 Prozent Plus seit Montag – und nun?
Foto: Benoit Tessier/Reuters
Rheinmetall AG -%
Marion Schlegel 08.04.2025, 09:57 Marion Schlegel

Am Montag war die Rheinmetall-Aktie durchgereicht worden. Bis auf 933 Euro ging es bei dem Papier des Rüstungskonzerns zu Wochenbeginn nach unten. Doch Anleger und zuletzt auch Rheinmetall-Chef Armin Papperger nutzten die Korrektur zum Kauf. Die Aktie vollzog einen starken Turnaround. Auch fundamental gibt es gute News. Rheinmetall hat sich hier durch einen Zukauf verstärkt.

Rheinmetall (WKN: 703000)

Die Aktie von Rheinmetall kann die Aufholjagd vom Montag auch am Dienstag fortsetzen. Aktuell ist das Papier hinter Siemens Energy und Heidelberg Materials der drittbeste Wert des Tages im DAX. Die Aktie notiert derzeit bei 1.297,00 Euro und damit 39 Prozent über dem Tief vom Montag.

Belastet hatte zu Wochenbeginn neben den allgemeinen Marktturbulenzen im Zuge der Zoll-Entwicklungen ein Bericht des Nachrichtenagentur Reuters, der daran er, dass auch die Rüstungsbranche sich der negativen Zoll-Spirale nicht entziehen kann (DER AKTIONÄR berichtete: „"Force majeure": Deshalb leiden die Aktien von Luftfahrt- und Rüstungs-Unternehmen besonders“).

Im Blickpunkt bleiben aber die steigenden Verteidigungsbudgets in der EU, die den Rüstungswerten in Zukunft kräftigen Rückenwind verleihen sollten. Darauf besonnen sich letztendlich die Anleger und griffen bei den günstigen Kursen am Montag schnell zu. Auch Rheinmetall-Check Papperger nutzte die Kursschwäche zum Kauf von Rheinmetall-Aktien im Gesamtwert von rund 711.000 Euro. Er erwarb 290 Aktien für je 1.065 Euro sowie je 380 Papiere für je rund 1.058 Euro.

Derweil gibt Rheinmetall weiter Gas, was die Geschäftsentwicklung angeht. Wie zuletzt bekannt wurde, übernehmen die Düsseldorfer den Osnabrücker Nitrocellulose-Hersteller Hagedorn-NC. Nitrozellulose, eine Mischung aus Salpeter- und Schwefelsäure, ist ein Bestandteil von Treibladungspulver. Weitläufig ist dieses auch unter dem Begriff Schießbaumwolle ein Begriff.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, kommentierte den Deal: „Die Übernahme hilft uns dabei, einen strategischen Engpass bei der Treibladungsherstellung zu schließen. Wir sichern uns mit dem Erwerb den Zugang zu einer wichtigen Rohstoffquelle und setzen bei der Munitionsfertigung den Fokus auf die gesamte Wertschöpfungskette.“

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung zu Rheinmetall. Zuletzt hatte DER AKTIONÄR mehrfach darauf hingewiesen, dass größere Rücksetzer Nachkaufchancen darstellen. Dies hat sich nun in jedem Fall bezahlt gemacht. Auch wenn die Märkte zunächst weiter volatil bleiben sollten, Anleger sollten angesichts der starken Aussichten in jedem Fall weiter bei Rheinmetall investiert bleiben. Rheinmetall ist auch Mitglied im neuen European Defence Index des AKTIONÄR. Mehr zum Index inklusive aller 20 Unternehmen finden Sie hier.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Rheinmetall - €

Aktuelle Ausgabe

Wende in Nahost: 5 Aktien vor dem Rebound

Nr. 14/26 8,90 €
Paypal Sofortkauf Im Shop kaufen Sie erhalten einen Download-Link per E-Mail. Außerdem können Sie gekaufte E-Paper in Ihrem Konto herunterladen.

Buchtipp: Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum

KI-gesteuerte Waffensysteme erfassen Ziele und bekämpfen sie, bevor ein Mensch sie überhaupt wahrgenommen hat. Autonome Cyber-Agenten verteidigen kritische Infrastrukturen: Der digitale Krieg ist längst Realität. China, Russland und die USA sind führend bei der Entwicklung autonomer Waffensysteme zu Lande, zu Wasser, in der Luft, im Orbit. Wie muss sich Europa angesichts der neuen Entwicklungen aufstellen? Wie können wir eine Verteidigung mit Verantwortung organisieren, die unsere ethischen Werte reflektiert? Der IT-Experte Dr. Eldar Sultanow blickt unter anderem hinter die Kulissen der Bundeswehr und skizziert eine neue Verteidigungskultur, mit der wir unsere Demokratie und unsere Werte schützen und nicht auf dem Schlachtfeld opfern

Vom Schlachtfeld bis zum Serverraum

Autoren: Sultanow, Eldar
Seitenanzahl: 224
Erscheinungstermin: 27.01.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-062-1

Preis: 19,90 €