PayPal krempelt sein mobiles Bezahlen um – und verabschiedet sich dabei von einem wichtigen Partner. Der Bezahldienst wird schon bald nicht mehr über die Google Wallet verfügbar sein. Für Nutzer bedeutet das konkrete Einschränkungen. Ist der Paukenschlag auch für die arg gebeutelten Aktionäre des Bezahldienstleisters relevant?
PayPal beendet für deutsche Nutzer die Möglichkeit, den Dienst neu mit der Google Wallet zu verbinden. Stichtag für ist der 31. März 2026. Danach gilt: Neue Verknüpfungen sind nicht mehr möglich. Bestehende Verbindungen bleiben vorerst aktiv. Nach Gerätewechsel oder Trennung ist aber auch hier Schluss.
Wer PayPal heute über Google Wallet nutzt, kann das zunächst weiter tun. Doch spätestens beim nächsten Smartphone-Wechsel oder Reset ist die Funktion Geschichte.
Der Schritt kommt nicht ganz überraschend. PayPal baut seit Monaten seine eigene App zum zentralen Bezahlinstrument aus. Bereits seit Mai 2025 ist kontaktloses Bezahlen direkt über die PayPal-App möglich – via NFC an Mastercard-Terminals.
Zusatzfunktionen wie Cashback, Bonusprogramme oder flexible Zahlungsoptionen gibt es gleich mit dazu. Der Vorteil für PayPal: mehr Kontrolle, mehr Daten, mehr Monetarisierungsmöglichkeiten.
In den USA ging PayPal noch weiter: Dort wurden 2025 nicht nur neue Verknüpfungen gestoppt, sondern auch bestehende Verbindungen gekappt. Ob dieses Szenario auch in Deutschland droht, ist offen – ausgeschlossen ist es aber nicht.
Für viele dürfte der Schritt verkraftbar sein. Google Wallet lässt sich längst mit zahlreichen Debit- und Kreditkarten nutzen. Problematischer wird es für bestimmte Gruppen, etwa Sparkassen-Kunden mit Android-Smartwatch. Hier fällt PayPal als Zwischenlösung künftig weg – und Alternativen sind oft umständlicher.
Der Strategiewechsel ist nachvollziehbar: PayPal stärkt sein eigenes Ökosystem und reduziert die Abhängigkeit von Drittplattformen. Entscheidend wird sein, ob PayPal genügend Nutzer dauerhaft in die eigene App ziehen kann – und dort auch bindet. Ob das aufgeht, ist jedoch offen. Für die Aktie ergibt sich daraus kein zwingender Handlungsbedarf. Ein Wiedereinstieg drängt sich weiter nicht auf.
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PayPal hat seine Anleger massiv vergrault. Gleiches gilt fast für den gesamten Fintech-Sektor – bis auf ein Unternehmen. Mit einem völlig anderen Ansatz als PayPal und Co liefert es starkes Wachstum, hohe Profitabilität und massive Outperformance.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: PayPal.
Heute, 13:05