Sartorius stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Der Labor- und Pharmazulieferer will in den kommenden Jahren seine Stärken gezielt ausbauen, neue Geschäftsfelder erschließen und die Effizienz steigern. Ziel ist es, auch künftig besser als der Markt abzuschneiden, wie CEO Michael Grosse am Tag des Kapitalmarkttages betont.
Ab 2027 peilt der DAX-Konzern ein organisches Umsatzplus von 8 bis 11 Prozent jährlich an. Damit würde Sartorius die relevanten Märkte um rund ein bis zwei Prozentpunkte übertreffen. Wachstumstreiber bleibt vor allem das Bioprozessgeschäft, das sich dynamischer entwickeln soll als die Laborsparte.
Auch bei der Profitabilität legt das Unternehmen nach: Die bereinigte EBITDA-Marge soll jedes Jahr um 0,5 bis 0,75 Prozentpunkte steigen. Zuletzt lag sie bei 29,7 Prozent. Rückenwind erwartet das Management insbesondere durch Skaleneffekte, einen höheren Anteil margenstarker Verbrauchsmaterialien sowie effizientere Abläufe.
„Unser resilientes Geschäftsmodell und die Erfolge der Vergangenheit haben ein starkes Fundament geschaffen. Wie wir darauf aufbauen, wird über unseren zukünftigen Erfolg entscheiden", sagte Sartorius-Vorstandschef Dr. Michael Grosse. "Die Biopharma-Branche befindet sich in einer Phase, in der Innovation, Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit wichtiger sind denn je. In diesem anspruchsvolleren Umfeld wird Fokussierung entscheidend. Mit Blick nach vorn wollen wir unsere Kernkompetenzen stärken, zukünftige Geschäftsfelder gezielt ausbauen, das Kundenerlebnis weiter verbessern und unsere eigene Effizienz steigern, um auch zukünftig besser abzuschneiden als der Markt und nachhaltigen Wert für Kunden, Partner, Lieferanten, Mitarbeitende und Aktionäre zu schaffen."
Die US-Investmentbank JPMorgan bestätigt die Einstufung für die Aktie von Sartorius mit „Overweight“. Das Kursziel liegt bei 295 Euro. Nach der jüngsten Kursschwäche sieht Analyst Richard Vosser deutliches Erholungspotenzial.
An der Börse kommen die neuen Ziele am Morgen in jedem Fall gut an. Die Aktie gewinnt auf Tradegate gut drei Prozent auf 215,10 Euro. Charttechnisch ist nun wichtig, dass der kurzfristige Abwärtstrend sowie die 200-Tage-Linie wieder überwunden werden können. Gelingt dies, wäre dies ein neues positives Zeichen für die Aktie. Dann wäre Luft bis vorerst in den Bereich des Jahreshochs bei 267,70 Euro.
Heute, 08:57