Sartorius stellt die Weichen für weiteres Wachstum. Konzernchef Michael Grosse setzt auf den anhaltenden Boom der Biotech-Märkte und will vor allem starke Kernbereiche ausbauen sowie Zukunftsfelder gezielt stärken. Ab 2027 peilt das Unternehmen organisch 8 bis 11 Prozent Umsatzplus pro Jahr an, getragen von Bioprozess- und Laborsparte. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalszahlen mit.
Auch die Profitabilität soll schrittweise steigen. Die neuen Mittelfristziele liegen zwar unter früheren Markterwartungen, wurden am Markt aber insgesamt solide aufgenommen. Mittlerweile haben sich auch einige Analysten zu Wort gemeldet. DER AKTIONÄR gibt einen Einblick.
Die Deutsche Bank Research hat ihr Kursziel für Sartorius von 304 auf 284 Euro reduziert, hält aber weiterhin an der Kaufempfehlung fest. Analyst Falko Friedrichs lobt die beim jüngsten Kapitalmarkttag präsentierte Strategie des Unternehmens als überzeugend und gut durchdacht. Sie sei darauf ausgerichtet, langfristig Wert zu schaffen. Auch die neuen mittelfristigen Ziele bewertet er als ambitioniert, aber erreichbar.
Barclays bleibt ebenfalls positiv gestimmt und bestätigt die Einstufung „Overweight“ mit einem Kursziel von 280 Euro. Laut Analyst Charles Pitman-King hat CEO Michael Grosse die erwartete klare und optimistische Botschaft geliefert, was die Bewertung der Aktie weiter stützen könnte.
JPMorgan bewertet Sartorius weiterhin mit „Overweight“ und setzt das Kursziel bei 295 Euro an. Analyst Richard Vosser verweist darauf, dass das Unternehmen neue Mittelfrist-Wachstumsziele vorgestellt hat und von einer schrittweisen Markterholung ausgeht. Insbesondere das Ausrüstungsgeschäft soll bis 2027 wieder ein normales Wachstum erreichen.
Jefferies zeigt sich noch optimistischer und hebt das Kursziel von 295 auf 307 Euro an, bei unverändertem „Buy“-Rating. Analyst James Vane-Tempest sieht die neuen Prognosen als konservative Basis. Die bessere Planbarkeit der künftigen Wachstumstreiber dürfte sich seiner Einschätzung nach langfristig positiv auf die Bewertung der Aktie auswirken.
Die Aktie von Sartorius konnte die zwischenzeitlichen Gewinne vom Dienstag allerdings nicht halten. Zuletzt ist das Papier auch im Zuge der allgemeinen Marktschwäche wieder unter Druck geraten. Charttechnisch ist weiter wichtig, dass der kurzfristige Abwärtstrend sowie die 200-Tage-Linie nachhaltig überwunden werden können. Gelingt dies, wäre dies ein neues positives Zeichen für die Aktie. Dann wäre Luft bis vorerst in den Bereich des Jahreshochs bei 267,70 Euro.
Heute, 11:36