PayPal hat mit schwachen Zahlen, einem enttäuschenden Ausblick und einem abrupten Chefwechsel seine Anleger vergrault. Hoffnungsring ist nun eine Übernahme. Neue Berichte nennen fünf mögliche Käufer – von einem Handelsriesen bis zu einem großen Finanzkonzern. DER AKTIONÄR zeigt, welche fünf Kandidaten jetzt gehandelt werden.
Ein Forbes-Beitrag nennt nun fünf potenzielle Käufer, über die bislang kaum gesprochen wird.
Der US-Einzelhandelsgigant Walmart könnte laut Forbes PayPal nutzen, um sein eigenes Zahlungsökosystem deutlich auszubauen. Walmart arbeitet bereits an verschiedenen Fintech-Initiativen und könnte mit PayPal einen direkten Zugang zu Millionen Online-Kunden erhalten. Gleichzeitig würde der Konzern seine Abhängigkeit von Kreditkartenanbietern reduzieren.
Auch Intuit, der Softwarekonzern hinter TurboTax und QuickBooks, könnte PayPal perfekt in seine Plattform integrieren. Millionen kleiner Unternehmen nutzen bereits Intuit-Software – eine eigene Zahlungsinfrastruktur würde das Angebot deutlich erweitern und zusätzliche Gebühreneinnahmen generieren.
Dritter Kandidat für eine PayPal-Übernahme der hin und wieder genannt wird, ist Fiserv. Der US-Konzern gehört zu den wichtigsten Zahlungs-Infrastruktur-Anbietern für Banken. Eine Übernahme von PayPal könnte dem Konzern einen direkten Zugang zu Endkunden verschaffen – ein Bereich, in dem Fiserv bislang schwächer aufgestellt ist.
Der Vermögensverwalter Fidelity baut sein Digital-Geschäft massiv aus. Mit PayPal könnte Fidelity eine Brücke zwischen Brokerage, digitalem Wallet und alltäglichen Zahlungen schlagen – ein Schritt in Richtung eines umfassenden Finanz-Ökosystems.
Auch Banken könnten Interesse haben. Capital One gilt als besonders technologieorientiert und könnte PayPal nutzen, um seine digitale Plattform und das Kreditkartengeschäft weiter auszubauen.
Trotz der Spekulationen bleibt es offen, ob es wirklich zu einem Deal kommt. PayPal ist trotz der Kursschwäche immer noch ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden Dollar – nur wenige Konzerne könnten eine solche Übernahme stemmen.
Die Fantasie um mögliche Käufer sorgt zwar immer wieder für Schlagzeilen. Doch operative Probleme lassen sich durch Spekulationen nicht lösen.
Nach schwachen Zahlen, enttäuschendem Ausblick und dem abrupten Chefwechsel hat PayPal viel Vertrauen verspielt. Die Aktie wurde beim AKTIONÄR ausgestoppt – und eine reine Übernahmewette ist derzeit kein überzeugendes Investment.
Die Anti-PayPal-Aktie: Stabil. Profitabel. Unterschätzt.
PayPal hat seine Anleger massiv vergrault. Gleiches gilt fast für den gesamten Fintech-Sektor – bis auf ein Unternehmen. Mit einem völlig anderen Ansatz als PayPal und Co liefert es starkes Wachstum, hohe Profitabilität und massive Outperformance.
Diese Aktie gibt es ab sofort im neuen Aktienreport „Die Anti-PayPal-Aktie: Stabil. Profitabel. Unterschätzt." von AKTIONÄR-Experte Michael Herrmann.
Heute, 09:27