Gleich in zwei großen US-Indizes liegt die Meta-Aktie heute an der Spitze: im S&P 500 und im Nasdaq 100. Mehr als 6 Prozent legt die Aktie des Social-Media-Konzerns (Facebook, Instagram) im Handelsverlauf zu. Dafür sorgt vor allem der Start von Muse. Die Börse wittert einen neuen Wachstumstreiber.
Muse ist als persönlicher digitaler Helfer konzipiert. Der neue KI-Assistent soll für Nutzer nicht nur Antworten liefern, sondern gleich ganze Aufgaben erledigen. Muse kann laut Meta unter anderem online einkaufen, Kinokarten besorgen, Termine vereinbaren, Formulare ausfüllen und E-Mails verschicken. Auch Reisebuchungen und Zahlungen sollen möglich sein.
Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Chatbots: Muse soll Aufgaben selbstständig über mehrere Schritte hinweg ausführen.
Zum Start ist Muse in den USA über eine eigene Anwendung, das Internet sowie WhatsApp verfügbar. Meta bietet neben einer kostenlosen Version auch kostenpflichtige Varianten für 20 und 100 Dollar im Monat an.
Damit erhält die milliardenschwere KI-Offensive des Konzerns erstmals eine direkte Erlösquelle jenseits des Werbegeschäfts. Abonnements, Gebühren für vermittelte Käufe und neue Werbeformen sind mögliche Einnahmequellen.
Analysten reagieren positiv
Mizuho sieht in Muse den Auftakt zu einem bedeutenden Produktzyklus, der im Aktienkurs noch nicht vollständig berücksichtigt sei. Morgan Stanley hebt die große Reichweite von Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp hervor. Die dort anfallenden Daten könnten Muse zu einem besonders persönlichen Assistenten machen.
Meta tritt damit in einen bereits umkämpften Markt ein. Auch OpenAI, Anthropic, Google und Microsoft arbeiten an digitalen Helfern, die nicht nur Texte erstellen, sondern konkrete Aufgaben übernehmen.
Der Erfolg von Muse lässt sich heute noch nicht messen, wenn man vom aktuellen Schub für die Aktie absieht. Wie viele Nutzer dauerhaft aktiv bleiben, wie oft sie den Assistenten für Käufe oder Buchungen einsetzen und welche Kosten dabei entstehen, muss sich erst zeigen. Mit Muse gibt es nach den hohen KI-Investitionen von Meta aber erstmals ein konkretes Produkt mit direktem Umsatzpotenzial. Gelingt es dem Konzern, den Assistenten in den Alltag seiner Nutzer zu integrieren, könnte daraus der nächste große Wachstumsschub entstehen. Die Meta-Aktie bleibt eine laufende AKTIONÄR-Empfehlung.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Meta.
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