Die schweizerische Großbank UBS hat das Kursziel für Meta von 872 auf 908 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Stephen Ju gab in einer am Dienstag vorliegenden Branchenstudie einen Ausblick auf die kommenden Quartalsberichte von Internetfirmen, deren Geschäfte stark von Online-Werbung getrieben sind. Dem ersten Quartal dürfte allgemein ein starker Februar zu Gute kommen, bevor dann der März schon vom Iran-Krieg beeinträchtigt worden sei. Bei Meta sollte der kontinuierliche Zuwachs an KI-Werbeeinnahmen aufgezeigt werden.
Zuletzt konnte Meta mit der Vorstellung des neuen KI-Modells mit dem Namen „Muse Spark“ bei den Investoren wieder Pluspunkte sammeln.
Dieses Modell wird den digitalen Assistenten von Meta in der Meta-AI-App sowie auf der Desktop-Website antreiben und soll in den kommenden Wochen auch in Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger integriert werden.
Meta startet mit Muse Spark sein erstes großes KI-Modell seit dem Einstieg von Scale-AI-Chef Alexandr Wang. Intern lief es zuvor unter dem Codenamen Avocado. Entwickelt wurde es von den Meta Superintelligence Labs, jener KI-Einheit, die Wang seit seinem Wechsel zu Meta Mitte vergangenen Jahres führt. Sein Einstieg war Teil der 14,3 Milliarden Dollar schweren Beteiligung an Scale AI.
Für Meta war dieser Schritt wichtig: Nach dem schwachen Echo auf die zuletzt im April vorgestellten Open-Source-Modelle will der Konzern im harten Wettbewerb mit OpenAI, Anthropic und Google wieder Boden gutmachen. Meta betont bei Muse Spark die hohe Effizienz und eine wettbewerbsfähige Leistung bei verschiedenen Aufgaben.
Nach Angaben des Unternehmens wurde die KI-Infrastruktur in den vergangenen neun Monaten grundlegend neu aufgebaut. Ziel war ein kleineres, schnelleres Modell, das trotzdem komplexe Fragen aus Bereichen wie Wissenschaft, Mathematik und Gesundheit bearbeiten kann. Laut Meta erreicht Muse Spark bei deutlich geringerem Rechenaufwand ein Niveau, das mit älteren mittelgroßen Varianten von Llama 4 vergleichbar sei. Kurz gesagt: Meta wechselt damit von Open-Source-KI hin zu einem eigenen, geschlossenen High-End-Modell, um wieder zur Spitze aufzuschließen.
Die Aktie von Meta kann nach einem schwachen Verlauf seit Ende Januar zuletzt wieder zulegen. Das Break der 50-Tage-Linie ist geglückt. Knackt die Aktie auch die für den langfristgen Trend wichtige 200-Tage-Linie bei umgerechnet 583,07 Euro, generiert das Papier ein neues Kaufsignal.
Heute, 21:05