Evotec hat heute schon eine klinische Phase-1-Studie mit JST-018 gestartet. Der Kandidat ist ein Cocktail monoklonaler Antikörper gegen Orthopoxviren. Entwickelt wurde er von Just – Evotec Biologics im Rahmen des Accelerated Antibodies Program des US-Verteidigungsministeriums. Der angeschlagenen Aktie kann die Nachricht allerdings nicht auf die Sprünge helfen.
Just – Evotec Biologics verantwortete die Entwicklung von der Auswahl geeigneter Antikörpersequenzen über Präklinik und Prozessentwicklung bis zur regulatorischen Einreichung. Zum Einsatz kam dabei die Continuous-Bioprocessing-Plattform des Unternehmens. Der Studienstart erfüll die Ziele eines 2023 mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossenen Vertrags. Dieser umfasst antikörperbasierte Kandidaten gegen Orthopoxviren – von der Entwicklung eines kontinuierlichen Herstellungsprozesses bis zur klinischen Prüfung am Menschen. JST-018 wird prophylaktisch entwickelt und soll Angehörige der Streitkräfte schützen.
Zu den Orthopoxviren zählen das Variola-Virus, der Erreger der Pocken, sowie das Mpox-Virus. Diese Viren stehen im Fokus der biologischen Gefahrenabwehr und der globalen Gesundheitsvorsorge.
Dr. Linda Zuckerman, Global Head von Just – Evotec Biologics, kommentierte: „Dieses Programm unterstreicht die Leistungsfähigkeit unserer integrierten Continuous-Manufacturing-Plattform für Biologika, die einen nahtlosen Übergang von der Optimierung von Antikörpersequenzen bis hin zur klinischen Prüfung ermöglicht. In enger Zusammenarbeit mit dem US-Verteidigungsministerium haben wir im Rahmen des Accelerated Antibodies Program JST-018 hergestellt und als dringend benötigte medizinische Gegenmaßnahme bereitgestellt.“
Die Aktie von Evotec kann allerdings nicht profitieren. In einem allgemein schwachen Umfeld gibt die Aktie weiter nach und notiert nur knapp über ihrem vor Kurzem bei 3,12 Euro markierten Mehrjahrestief. Es wird dauern, bis das SDAX-Unternehmen das Vertrauen des Kapitalmarktes wieder spürbar zurückgewinnen kann. Dem AKTIONÄR fehlen derzeit die Kaufargumente. DER AKTIONÄR setzt im SDAX auf andere Favoriten. Aus dem Gesundheitssektor ist beispielsweise Schott Pharma interessant.
Heute, 12:31
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