Meta geht in der KI-Offensive in die Vollen: Wie Konzernchef Mark Zuckerberg am Montag angekündigt hat, will man die Modellgewichte (Weights) des neuesten Modells Muse Spark 1.2 öffentlich zugänglich zu machen. Damit kann das System von Entwicklern und Nutzern heruntergeladen und eingesetzt werden.
Zusätzlich bringt Meta mit Muse Glimmer eine neue Open-Source-Modellfamilie an den Start, die speziell für den Einsatz auf Laptops ausgelegt ist.
Strategisch setzt Meta dabei bewusst auf offene Modelle. Während US-Konkurrenten wie OpenAI und Anthropic überwiegend auf geschlossene Systeme bauen, haben chinesische Anbieter wie Alibaba, DeepSeek und Moonshot offene Modelle offensiv vorangetrieben. In einem am Montag veröffentlichten 6.500-Wörter-Essay forderte Zuckerberg deshalb politische Unterstützung aus Washington. US-Vorgaben bei Trainingsdaten und Destillation würden amerikanische Entwickler ausbremsen und den Wettbewerb erschweren.
Zugleich warnt der Meta-Chef vor zu viel Macht in den Händen weniger KI-Konzerne. Sein Gegenentwurf: leistungsfähige KI soll breit verfügbar sein. Genau hier soll auch Muse Glimmer punkten. Die Modelle laufen direkt auf Geräten statt in teuren Cloud-Rechenzentren. Das könnte Kosten senken und Anwendungen auf PCs oder mobilen Geräten schneller machen.
Zuckerbergs Vision ist klar: Künftig soll jeder Nutzer über einen besonders leistungsfähigen persönlichen KI-Agenten verfügen, der Ziele, Interessen und Prioritäten versteht.
An der Börse kam das zunächst gut an: Die Meta-Aktie legte im frühen Handel am Montag um mehr als zwei Prozent zu, bis zum Handelsende konnte die Aktie die zwischenzeitlich hohen Gewinne aber nicht ganz verteidigen. Aus dem Handel ging Meta letztendlich mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 594,92 Dollar. Damit verharrt das Papier in dem seit Monaten ausgebildeten Seitwärtstrendkanal. Ein neues positives Signal würde der Sprung über die 200-Tage-Linie und anschließend über das Aprilhoch bei 691,52 Dollar bringen. Anleger bleiben mit einem Stopp bei 450 Euro investiert. Meta befindet sich auch im GAFAM Index des AKTIONÄR. Alle Infos zum Index sowie Investmentmöglichkeiten finden Sie hier.
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