Gelingen in dieser Woche endlich Fortschritte für eine Friedenslösung? Berichten zufolge hat der Iran den USA einen neuen Vorschlag zur Lösung des Konflikts unterbreitet. Wie das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf mehrere Insider meldet, wurde der Plan bereits über pakistanische Vermittler an Washington übermittelt.
Im Zentrum steht demnach zunächst die Aufhebung der Seeblockade, während Gespräche über das iranische Atomprogramm erst zu einem späteren Zeitpunkt geführt werden sollen. Dies wäre für die Weltwirtschaft natürlich enorm wichtig. Alleine schon deswegen, weil dann die anhaltend hohen Öl- und Gaspreise voraussichtlich wieder deutlich sinken würden. Schließlich würden dann nicht knapp 20 Prozent der weltweiten Förderung blockiert werden.
US-Präsident Donald Trump brachte unterdessen ein direktes Gespräch zwischen Vertretern beider Länder ins Spiel. Gegenüber Fox News erklärte er, dass er diesen Weg bevorzuge, anstatt eine Delegation zu Gesprächen nach Pakistan zu entsenden. "Wir haben alle Trümpfe in der Hand. Wenn sie reden wollen, können sie zu uns kommen – oder sie können uns anrufen", sagte Trump. "Wissen Sie, es gibt ein Telefon. Wir haben schöne, sichere Leitungen." Er betonte zudem, dass die Bedingungen für ein Abkommen klar seien: "Es ist ganz einfach, sie dürfen keine Atomwaffen haben, sonst gibt es keinen Grund für ein Treffen."
Eine offizielle Reaktion aus Teheran steht bislang aus. Zuvor hatte Trump bereits eine geplante Reise seiner Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff zu weiteren Gesprächen nach Islamabad abgesagt. Der Iran hatte im Vorfeld signalisiert, an solchen Treffen wenig Interesse zu haben.
Es dürfte spannend werden, ob die USA diese Zwischenlösung für die Straße von Hormus akzeptieren würden. In diesem Fall dürften die Öl- und Gaspreise wieder nachgeben. Dementsprechend drängt sich eine Neupositionierung bei Energietiteln nicht auf. Wer bei Aktien wie etwa Chevron bereits investiert ist, bleibt dabei (Stoppkurs: 125,00 Euro).
Heute, 06:53