US-Präsident Donald Trump hat sich wieder einmal zu Wort gemeldet und dabei durchaus aufhorchen gelassen. So wolle der Iran Trump zufolge dringend ein Abkommen schließen. Eine der Bedingungen zum Waffenstillstand solle die vollständige Aufgabe des iranischen Atomprogramms sein. Allerdings sagte Trump nicht, mit welchen iranischen Politikern man genau verhandele.
Trump sprach davon, dass es "eine neue Gruppe" in Teheran geben würde. Konkrete Namen nannte er nicht. Der Iran hatte bislang stets bestritten, dass Verhandlungen geführt werden. Für etwas Verwunderung sorgte seine Aussage, dass im Iran bereits "ein echter Regimewechsel" stattgefunden habe. Dies ist eine sehr umstrittene Aussage, andererseits schürt sie natürlich Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen, sollte Trump tatsächlich nun bereits einen Teil seiner Kriegsziele als erreicht ansehen.
Darüber hinaus sprach Trump davon, dass der Iran ihm "ein sehr großes Geschenk" gemacht habe, was sein Vertrauen in die Führung in Teheran gestärkt habe. Er ergänzte: "Es war ein sehr großes Geschenk, unglaublich viel Geld wert." Weitere Details nannte er nicht.
Indes haben die USA einen 15-Punkte-Plan aufgelegt für die Beendigung des Konflikts. Wie die US-Medien wie das Portal "Axios" und die "New York Times" berichten, habe Pakistan die Vorschläge als Vermittler an den Iran weitergereicht. Der Plan sieht das Ende des iranischen Atomprogramms, die Abgabe des Bestands an angereichertem Uran, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie ein Ende der Herstellung ballistischer Raketen vor. Wie der Iran auf diesen 15-Punkte-Plan reagiert, ist noch unklar. Die Ölpreise haben jedenfalls nach den jüngsten Aussagen von Donald Trump wieder deutlich nachgegeben. So kostet Brent-Öl nun wieder etwas weniger als 100 Dollar je Barrel, bei WTI-Öl sind es aktuell 91 Dollar.
Nur wenige Tage nach dem 48-Stunden-Ultimatum, das relativ rasch wieder verlängert wurde, deutet sich nun wieder eine gewisse Deeskalation an. Doch natürlich ist auch hier wieder die Frage, wie lange diese Phase anhalten wird. Die Weltbörsen bleiben jedenfalls weiterhin sehr nervös. Anleger sollten ruhig bleiben. Wer beispielsweise Ölaktien wie etwa Chevron im Depot hat, bleibt dabei, beachtet aber den nachgezogenen Stopp bei 125,00 Euro.
Heute, 06:58