04.06.2018 Benedikt Kaufmann

Facebook: Davor sollten Anleger keine Angst haben!

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Facebook
Trendthema

YouTube, Instagram und Snapchat sind die populärsten Social-Media-Plattformen unter US-Teenagern. Facebook – der einstige King of Social Media – ist unter den Top 3 nicht mehr zu finden.

Laut dem Meinungsforschungsinstitut Pew Research nutzen immer weniger Teenager die größte Social-Media-Plattform Facebook. Unter den befragten US-Teenagern im Alter von 13 bis 17 Jahren gaben nur 51 Prozent an, Facebook zu nutzen. Vergleicht man dieses Ergebnis mit einer Umfrage vor drei Jahren, gaben damals mit 71 Prozent wesentlich mehr junge Leute an, auf Facebook aktiv zu sein.

Auf den ersten Blick ein erschreckendes Ergebnis für Anleger von Facebook – ist es doch die junge Generation, die bestimmt, welche Technologie auch in Zukunft den Alltag bestimmt. Dem ist jedoch zu entgegnen, dass dies nur teilweise zutrifft, denn Social-Media ist heute ein weites Feld. Es gibt Plattformen für die unterschiedlichsten Ansprüche. Während Teenager eher Bilder von sich, ihren Freunden oder lustige Video-Clips sehen wollen, nutzen Erwachsene die Plattformen auch für Firmenkontakte oder als Newsportal.

Einen tatsächlichen Einblick auf die Zukunft liefert uns die junge Generation dennoch. Die Art der Mediennutzung verändert sich weiter. Print, Fernsehen oder gar Hörfunk? Damit wird die junge Generation wahrscheinlich wenig zu tun haben. Das neue Leitmedium heißt Internet und ist dank der kompakten Übertragung auf dem Smartphone stets zugänglich. Die Umfrage von Pew Research zeigt: Knapp die Hälfte der US-Teenager sind fast immer online. Der wirklich entscheidende Grund weshalb Social-Media an Bedeutung gewinnt.

Jedes Medium hat seine Zielgruppe – Bilder mit Häschenohren gefallen einfach nicht jeder Altersklasse. Facebook macht in diesem Bereich alles richtig und deckt die junge Zielgruppe mit Instagram ab. Zudem hat der Konzern gleich zwei Soziale Netzwerke unter den Top 5. Anleger können daher derartige „Facebook-verliert-Nutzer“-Meldungen getrost ignorieren, solange die Nutzerzahlen ansteigen. Die Aktie bleibt ein Kauf.