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19.09.2021 Emil Jusifov

Facebook: Darum fällt die Aktie

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Facebook

Fast sechs Prozent haben die Facebook-Papiere gegenüber ihrem Septemberhoch bereits eingebüßt. Damit tendieren die Aktien des Social-Media-Riesen seit Juli seitwärts. Grund für die jüngste Schwäche des Titels sind Berichte, dass die Facebook-Tochter Instagram sich negativ auf die mentale Gesundheit von Jugendlichen auswirkt.

Betroffen seien demnach vor allem junge Mädchen, die sich dem ständigen Druck ausgesetzt sehen, auf der Fotoplattform etwas posten zu müssen. Das andauernde Vergleichen mit Gleichaltrigen wirke sich negativ auf die Psyche der Teenager aus.

Diese News bekommt durch einen Bericht des Wall Street Journal eine zusätzliche Brisanz. Demnach war diese Erkenntnis Facebook schon länger bekannt. Der US-Konzern habe jedoch eigene Daten, die zu diesem Ergebnis kommen, jahrelang unter Verschluss gehalten.

Facebook hat auf die Veröffentlichung im Wall Street Journal bereits reagiert und gab an, dass die Informationen, die der Zeitung vorliegen, nicht vollständig seien und der Komplexität der Materie nicht gerecht werden würden. Man sei sich dennoch der großen Verantwortung bewusst, eine globale Plattform zu betreiben und nehme die Kritik sehr ernst.

Facebook (WKN: A1JWVX)

Bisher hat die öffentliche Kritik dem Sozialen Dienst nur wenig auf operativer Ebene geschadet. Aus Investorensicht ist daher auch der jüngste Rücksetzer der Facebook-Aktie eine Kaufchance. Kurzfristig wäre wichtig, dass der GD50 nicht unterschritten wird. Gewinne laufen lassen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Behandelte Werte

Name WKN
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Wert Veränderung
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Facebook A1JWVX
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Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.
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