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16.07.2020 Emil Jusifov

Facebook will TikTok den Todesstoß versetzen – und das zu Recht

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Facebook

Das soziale Videonetzwerk TikTok hat in der Coronakrise einen riesigen Zulauf von jungen Nutzern bekommen. Die Geschäftsidee ist dabei genauso genial wie simpel: Mit TikTok kann man 15-Sekunden-lange Clips aufnehmen und diese mit Spezialeffekten und Musik hinterlegen. Nun will Facebook dieser Erfolgsgeschichte ein für allemal ein Ende setzen. Und dafür hat der Tech-Riese gute Gründe. TikTok stand zuletzt massiv in der Kritik, Nutzerdaten an die chinesische Regierung weitergegeben zu haben.

Laut dem Nachrichtensender CNBC steht Facebook kurz vor der Einführung des Kurzvideo-Dienstes "Instagram Reels" in mehr als 50 Ländern – darunter USA, Großbritannien und Japan. Weitere Länder sollen folgen. Die Testphase von "Reels" soll bereits in Brasilien, Deutschland und Frankreich anlaufen. "Reels" soll TikTok-ähnliche Funktionen anbieten und auf der Instagram-Plattform verfügbar sein.

Rallye vorerst gestoppt

Die Facebook-Rallye ist im Zuge des Rücksetzers des Gesamtmarktes etwas ins Stocken geraten. Die Aktie notiert aktuell bei rund 239 Dollar – rund 4 Prozent unter ihrem erst kürzlich aufgestellten Allzeithoch. So gesehen tendiert das Papier seit Ende Juni eher seitwärts. Allerdings könnten die anstehenden Quartalszahlen schon sehr bald für positive Impulse sorgen und die Aktie in neue Höhen katapultieren.

Facebook (WKN: A1JWVX)

Aktuell erwägen mehrere Länder TikTok aufgrund des Umgangs des Unternehmens mit Nutzerdaten zu verbieten – darunter auch USA, Australien und Großbritannien. In Indien wurde TikTok bereits verboten.

Facebook legt damit dem aufstrebenden chinesischen Unternehmen den Finger in die Wunde. Zeitgleich schafft Facebook damit die Grundlage für weiteres Wachstumspotenzial bei jungen Nutzern und Teenagern.

Mit mehr als einer Milliarde Nutzern aus über 150 Ländern stieg TikTok innerhalb kurzer Zeit zu einem Big Player im Bereich der sozialen Medien auf. Geht man nun davon aus, dass große Teile dieser Nutzergruppe in Ländern außerhalb Chinas zu Instagram abwandern werden, könnte dies weitere riesige Wachstumsimpulse beim Tech-Giganten freisetzen und viele mittel- bis langfristigen Analystenschätzungen für Facebook als zu konservativ ad absurdum führen. Facebook bleibt ein absolutes Basisinvestment.

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.

Buchtipp: Die Facebook-Gefahr

Facebook ist in die Kritik geraten. Bots, Trolle und Fake News sind Synonyme für die Pro­bleme des Konzerns. Spätestens seit Brexit und Trump sehen Nutzer die Reichweite und die Algorithmen mit Argwohn. Einer von Ihnen: Roger McNamee. Einst stolz darauf, zu den ersten Facebook-Investoren zu gehören, ist der Kapitalgeber und Tech-Experte nun zum scharfen Kritiker geworden. In seinem Buch rechnet er mit Mark Zuckerberg und Sheryl Sandberg ab. Ihre Reaktion auf den Missbrauch des sozialen Netzwerks ist seiner Ansicht nach völlig unzureichend und geht am Kern des Problems vorbei: der Bedrohung unserer demokratischen Grundordnung. „Die Facebook-Gefahr“ ist ein nicht zu überhörender Weckruf – für das Silicon Valley, für die Politik, für uns alle.

Autoren: McNamee, Roger
Seitenanzahl: 400
Erscheinungstermin: 21.11.2019
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-662-2