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30.04.2019 Thorsten Küfner

Die besten DAX-Dividendenperlen: Allianz, BASF, E.on und Munich Re

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Allianz

Jahr für Jahr stattliche Dividenden abgreifen – ohne dabei das Risiko einer Kürzung eingehen zu müssen. Bei den vier DAX-Konzernen Allianz, BASF, E.on und Munich Re ist genau das möglich – und zwar voraussichtlich nicht nur in diesem Jahr. Auch in den kommenden Jahren dürfte es regelmäßig üppige Ausschüttungen geben.

Seit knapp drei Wochen ist es amtlich: Auch bis zum Ende des Jahres 2019 werden die Leitzinsen in der Eurozone bei 0 Prozent verharren. Somit sollte klar sein: Mit Tagesgeld, Festgeld & Co sind ordentliche Renditen weiter nicht realistisch. Jedoch gibt es im DAX eine Reihe von Firmen, die Anlegern über die kommenden Jahre hinweg sichere Dividenden bieten.

Munich Re: Sicherer geht es kaum
Allen voran ist hierbei die Munich Re zu nennen. Der Rückversicherer ist in Sachen Dividendenpolitik ein wahres Aushängeschild für den deutschen Aktienmarkt. Denn das Unternehmen hat seit dem Jahre 1969 kein einziges Mal die Dividende gesenkt. Möglich machen dies die üppigen Kapitalreserven des sehr solide geführten Weltmarktführers. Diese ermöglichten, dass selbst in enorm schwierigen Jahren wie etwa 2011 – der Tsunami vor Fukushima, viele weitere Naturkatastrophen und Haircuts bei griechischen Staatsanleihen belasteten das Ergebnis damals stark – auch deutlich mehr Dividende ausgeschüttet wurde, als die Munich Re eigentlich verdient hatte. Dementsprechend können Anleger davon ausgehen, dass es auch in den kommenden Jahren mindestens die nun für 2018 angekündigten 9,25 Euro Dividende geben wird.

Allianz: Eine hohe Dynamik
Mit einer derart starken Dividendenhistorie kann die Allianz zwar noch nicht punkten, doch die Münchner sind auf einem sehr guten Weg, zu einem der solidesten Dividendenzahler Europas zu werden. Zudem waren die Dividendensteigerungen zuletzt höher als bei der Munich Re. So hat sich die Ausschüttung beim Top-Tipp Konservativ der Ausgabe 16/2019 und Mitglied des Aktien-Musterdepots in den letzten 27 Jahren verfünfzehnfacht (!). Da die Allianz über ähnliche satte Reserven wie die Munich Re verfügt, stehen die Chancen gut, dass es mit der Dividende auch in den nächsten Jahren weiter nach oben geht.

E.on meldet sich zurück
E.on ist wieder ein Dividendengarant! Der Versorger hat schwierige Jahre mit Milliardenkosten für den Atomausstieg und den weitreichenden Folgen der Energiewende hinter sich. Inzwischen wurde die Bilanz aber wieder deutlich gestärkt, zudem hat sich der DAX-Konzern eine starke Position für die neue Energiewelt geschaffen: Durch den Mega-Deal mit RWE und der Übernahme von Innogy trennt sich E.on von der klassischen Energieerzeugung und konzentriert sich künftig auf Netze und Vertrieb.

Für Dividendenjäger ist diese Strategie genau richtig: Das Netzgeschäft ist staatlich reguliert und verspricht lukrative und vor allem sichere Gewinne. Zweifel an der Nachhaltigkeit der Dividende gibt es somit kaum. Hinzu kommt die Fantasie im Geschäft mit Kundendienstleistungen: Elektromobilität, intelligente Stromzähler oder auch neue Lösungen wie eine Solarcloud versprechen viel Potenzial. Kann der Versorger so seine Gewinne steigern, dürfte die ohnehin ansehnliche Rendite von derzeit 4,3 Prozent in den kommenden Jahren sogar noch weiter zulegen.

BASF: In kleinen Schritten
Während Versicherer und Versorger die „üblichen Verdächtigen“ für sichere Dividenden sind, lässt sich dies bei den eher zyklischen Chemiekonzernen nicht behaupten. Doch BASF glänzt seit Jahren mit einer beständigen Dividendenpolitik (siehe Grafik). In Schritten von zuletzt 10 Cent ging es mit der Ausschüttung stetig nach oben. Möglich macht dies zum einen die solide Bilanz, zum anderen aber auch die breite Aufstellung des Chemie-Weltmarktführers in vielen weniger konjunkturabhängigen Bereichen. So ist der DAX-Konzern ein wichtiger Zulieferer für die Nahrungsmittel- und Konsumgüterindustrie. Zudem ist man durch einen Deal mit Bayer zu einem der weltweit wichtigsten Saatguthersteller geworden. Die Chancen, dass es mit der Dividende zukünftig weiter nach oben geht, sind sehr gut.

Die Qual der Wahl
Alle vier Konzerne dürften die Dividende in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Anleger haben die Qual der Wahl, welche Dividendenperle sie sich ins Depot legen.

Dieser Artikel war Teil der Dividenden-Titelstory der Print-Ausgabe 17/2019, in der auch spekulativere Dividendenperlen vorgestellt wurden.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Allianz, BASF und Munich Re.