Die DHL Group wird am Donnerstag ihre Zahlen für das vierte Quartal 2025 und damit auch für das Gesamtjahr vorlegen. Mit Spannung erwartet man dazu natürlich auch einen konkreten Ausblick des global aktiven Logistikriesen angesichts der jüngsten geopolitischen Entwicklungen. Denn schon ohne den Konflikt im Iran kam die Weltwirtschaft zuletzt nicht wirklich in Tritt.
Für die DHL ist der anhaltend stockende Welthandel natürlich ein Problem. Dies dürfte man auch an den endgültigen Zahlen für das abgelaufene Jahr ablesen können. Ursprünglich wollte der DAX-Konzern für 2025 beim EBIT nahe den Rekordwert des Jahres 2022 kommen. Damals verdienten die Bonner noch 8,4 Milliarden Euro. Doch nun wäre der Vorstand um CEO Tobias Meyer zufrieden, wenn zumindest mittelfristig wieder einen Wert von etwas mehr als 7,0 Milliarden Euro erreichen würde. Analystenprognosen zufolge dürfte sich das EBIT 2025 auf 6,1 Milliarden Euro belaufen. Auch Finanzchefin Melanie Kreis hatte zuletzt beim operativen Gewinn "mindestens sechs Milliarden Euro" in Aussicht gestellt. Dieser Wert liegt nur leicht über dem 2024er-Ergebnis.
Entscheidend für die 2025er-Zahlen dürften natürlich das Weihnachtsgeschäft sowie die wegen vieler Rabattaktionen von Online-Händlern ebenfalls immer wichtiger werdenden Tage wie der "Black Friday" oder in China der "Singles' Day".
Mit Spannung wartet man natürlich auch auf die Aussagen der DHL zu Trumps chaotischer Zollpolitik. Der US-Konkurrent Fedex hat bereits auf eine Rückerstattung der bisherigen Zölle geklagt. Schließlich hatte das oberste US-Gericht sie für rechtswidrig erklärt. Die DHL hatte sich zu dieser Frage bislang noch nicht geäußert.
Auch wenn die Rahmenbedingungen schwierig bleiben, schlägt sich die DHL Group noch relativ gut. Die Bilanz ist solide und die Aussichten gut. Vor diesem Hintergrund erscheint die Bewertung immer noch zu günstig. Der DAX-Titel bleibt ein Kauf. Der Stoppkurs kann bei 39,00 Euro belassen werden.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: DHL Group.
Heute, 07:57