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Foto: Thomas Ollendorf, Deutsche Telekom AG
16.07.2019 Maximilian Völkl

Deutsche Telekom: Schlappe vor Gericht – Aktie unter Druck

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Deutsche Telekom

Nach einer Gerichtsentscheidung muss die Deutsche Telekom ihre Stream-On-Tarife abändern oder komplett vom Markt nehmen. Das Angebot, mit dem der Konzern Marktanteile gegen Vodafone und Telefónica gewinnen wollte, verstößt gegen die Netzneutralität. Die Aktie der Deutschen Telekom kommt derweil weiter unter Druck.

Mit Stream-On bietet die Telekom Kunden die Möglichkeit, bei Partnern wie Netflix, YouTube oder Spotify Musik oder Videos zu streamen, ohne dass die Nutzung das vertraglich vereinbarte Datenvolumen belastet. Da die Geschwindigkeit in manchen Tarifen allerdings gedrosselt wird und die Nutzung nur innerhalb Deutschlands möglich ist, wurde der Tarif nun mit Verweis auf die Netzneutralität verboten. Die Netzagentur will nun bei der Telekom schnell eine Anpassung des Angebots umsetzen.

US-Fusion auf der Kippe

Schlechte Nachrichten gibt es auch wieder aus den USA. Glenn Pomerantz, einer der Anwälte der US-Bundesstaaten, die gegen die Fusion von Sprint und T-Mobile US klagen, hat nun in einem Brief an den zuständigen Richter erklärt, dass eine Verhandlung wie vorgesehen zum 7. Oktober kaum möglich ist. Es fehlten noch immer wichtige Dokumente, die den Staaten von den Konzernen bereitgestellt werden sollten.

Pomerantz glaubt zudem nicht, dass irgendein Deal von T-Mobile US und Sprint mit dem US-Justizministerium die Zweifel der Bundesstaaten ausräumen könne. Dennoch würde ein solcher Beschluss die Voraussetzungen für die Gerichtsverhandlung natürlich dramatisch verändern.

Deutsche Telekom (WKN: 555750)

Die Nachrichtenlage ist für die Deutsche Telekom nicht erfreulich. Vor allem die US-Fusion steht auf immer wackligeren Beinen. Anleger sollten aber nicht in Panik verfallen. T-Mobile US dürfte auch eigenständig der Wachstumsmotor für die Mutter bleiben, zudem ist die Telekom auch für den 5G-Ausbau in Deutschland besser aufgestellt als die Wettbewerber. Konservative Anleger bleiben dabei.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die durch die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Deutsche Telekom.

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