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Deutsche Lufthansa: Herber Rückschlag – die Probleme überwiegen

Deutsche Lufthansa: Herber Rückschlag – die Probleme überwiegen
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Maximilian Völkl 10.01.2017, 08:38 Maximilian Völkl

Die Aktie der Deutschen Lufthansa hat zum Wochenstart deutlich an Boden verloren. Nach der Meldung, dass die Treibstoffkosten im laufenden Jahr steigen, hat sich der DAX-Wert deutlich von der wichtigen 13,00-Euro-Marke entfernt. Die Kernprobleme der Kranich-Airline rücken wieder in den Fokus der Anleger.

Rund 400 Millionen Euro Treibstoffkosten mehr erwartet die Lufthansa für dieses Jahr. Die Brussels-Übernahme und die Anmietung von 38 Air-Berlin-Jets sind dabei noch nicht berücksichtigt. Ursachen für den Anstieg sind die Preiserholung beim Rohöl und der starke US-Dollar. Für die Lufthansa sind die fehlenden Einsparungen durch billigen Treibstoff ein schwerer Schlag. In den ersten neun Monaten 2016 hat der Konzern im Vergleich zum Vorjahr hier noch 800 Millionen Euro eingespart.

Ohne den Rückenwind des billigen Kerosins rücken die Probleme des Konzerns wieder in den Mittelpunkt. Auf der Kurz- und Mittelstrecke verschärfen Billigflieger wie Ryanair oder Easyjet den Konkurrenzkampf, während auf der Langstrecke die Fluggesellschaften vom Persischen Golf den Wettbewerb ankurbeln. Der weiterhin schwelende Streit mit den Piloten und der aufwendige Umbau des Billigablegers Eurowings bereiten der Konzernführung ebenfalls gewaltige Aufgaben.

Quelle: Börsenmedien AG

Abwarten

In den vergangenen Monaten hat die Lufthansa-Aktie deutlich zugelegt. Durch die steigenden Spritkosten werden die anhaltenden Schwierigkeiten im operativen Geschäft wieder deutlich. Eine Komplettübernahme von Air Berlin würde ebenfalls Risiken mit sich bringen. Anleger sollten deshalb an der Seitenlinie bleiben. Wer in der Branche investieren will, greift zu Ryanair.


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Quelle: Börsenmedien AG

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Seiten: 208
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