++ 5 Kracher-Aktien jenseits des DAX ++

DAX mit schwachem Start: Infineon, Siemens Energy und Aixtron unter Druck, SAP und Bayer legen zu

DAX mit schwachem Start: Infineon, Siemens Energy und Aixtron unter Druck, SAP und Bayer legen zu
Foto: ChatGPT
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Thorsten Küfner Heute, 20:11 Thorsten Küfner
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Steigende Rohölnotierungen und eine neue Debatte über die Risiken künstlicher Intelligenz haben die deutschen Börsen am Montag belastet. Der DAX fiel im Handelsverlauf zeitweise auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli. Zum Börsenschluss stand ein Minus von 0,50 Prozent bei 25.440,81 Punkten zu Buche.

Noch stärker geriet der MDAX unter Druck: Der Index der mittelgroßen Unternehmen sank um 1,92 Prozent auf 31.057,16 Punkte und erreichte zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit Mitte Mai. „Der Dax bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen“, sagte Timo Emden, Marktanalyst beim Handelshaus CapTrader. „Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten.“ Der Ölmarkt reagierte auf die vorübergehende Stilllegung einer wichtigen saudischen Pipeline sowie auf die weiterhin angespannte Situation an der Straße von Hormus. Parallel dazu kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen zeitweise erstmals seit 2023 wieder über fünf Prozent.

Zusätzliche Verunsicherung lösten Warnungen aus der KI-Branche selbst aus. Dario Amodei, der Chef des KI-Entwicklers Anthropic, hält es für möglich, dass ein Zusammenschluss autonom arbeitender KI-Systeme innerhalb von sechs bis zwölf Monaten große Teile des Internets kontrollieren und Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe verursachen könnte. Nach mehreren eigenständigen Cyberangriffen durch KI forderte er deshalb, die Entwicklung besonders leistungsfähiger Modelle zu bremsen.

Unterstützung erhielt Amodei unter anderem von Elon Musk, dem Chef von Tesla und SpaceX, sowie von OpenAI-Chef Sam Altman. Altman dämpfte zugleich die Erwartungen an einen baldigen Börsengang von OpenAI. Wegen der bestehenden Sicherheitsbedenken werde ein solcher Schritt im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr erfolgen.

DAX (WKN: 846900)

Vor allem Unternehmen, deren Bewertungen stark von den Wachstumsaussichten rund um künstliche Intelligenz profitieren, gerieten daraufhin unter Verkaufsdruck. Im DAX verloren Infineon, Siemens Energy und Hochtief bis zu 9,4 Prozent und zählten damit zu den größten Verlierern. Bei den Nebenwerten gaben die Aktien der Halbleiterausrüster Jenoptik, Siltronic, Suss MicroTec und Aixtron teilweise noch stärker nach; ihre Verluste erreichten bis zu 11,2 Prozent.

Für Softwareanbieter drehte sich das Bild dagegen ins Positive. Die Branche hatte in den ersten sechs Monaten des Jahres unter der Befürchtung gelitten, KI könne traditionelle Geschäftsmodelle und Ertragsperspektiven beeinträchtigen. SAP führte den DAX mit einem Kursgewinn von 5,1 Prozent an. Im MDAX legte Nemetschek um 2,7 Prozent zu, während TeamViewer im SDAX 3,5 Prozent gewann.

Auch Bayer gehörte mit einem Plus von 2,4 Prozent zu den gefragteren Aktien. Anleger richteten ihre Aufmerksamkeit auf eine Anhörung in Missouri. Dort geht es um die endgültige Genehmigung eines Sammelvergleichs im Zusammenhang mit den Rechtsstreitigkeiten um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup. Nach Angaben des Unternehmens soll das Gericht seine Entscheidung erst zu einem späteren Zeitpunkt treffen.

Siemens Energy (WKN: ENER6Y)

Enthält Material von dpa-AFX

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