03.04.2019 Jochen Kauper

Daimler bringt selbst fahrende Brummis – spannender Deal mit Toro Robotica – die Aktie bleibt en vogue

-%
Daimler
Trendthema

Daimler Trucks (weltgrößter Hersteller von schweren und mittelschweren Brummis) und Torc Robotics werden Partner. Daimler legt für das US-Start-up einen dreistelligen Millionenbetrag auf den Tisch. Zusammen wollen sie selbst fahrende Lkws salonfähig machen.

Daimler Trucks and Buses Holding, eine Tochtergesellschaft der Daimler AG, erwirbt einen Mehrheitsanteil von Torc Robotics. „Ich glaube, dass wir gemeinsam mit dem Marktführer Daimler Trucks automatisierte Lkw am schnellsten vermarkten werden“, sagt Michael Fleming, CEO von Torc Robotics.

Daimler schafft also eine Kombination aus Hard- und Software, sprich die Brummis von Daimler kombiniert mit der Software von Toro Robotics, um selbst fahrende Trucks auf die Straße zu bringen. Damit schließt Daimler gleichzeitig eine Lücke, die Achillesferse wenn man so will. Denn Daimler ist zwar in der Entwicklung der Brummis spitze, jedoch hakte es in der Vergangenheit an der Software für autonomes Fahren.

Torc ist eines der weltweit erfahrensten Unternehmen im Bereich der Forschung für selbst fahrende Autos. Die Funktionsfähigkeit von Torcs System zum hochautomatisierten Fahren (SAE-Level 4) wurde bereits in Stadt- sowie Überlandverkehr erfolgreich getestet.

Guter Deal
Alle Autobauer stehen wegen des Umbaus hin zur Elektromobilität und selbst fahrenden Autos vor Milliardeninvestitionen. Die Zusammenarbeit mit Torc Robotics könnte im Anschluss auch auf die Pkw-Flotte von Daimler herunter gebrochen werden. Erst vor wenigen Wochen gab Daimler bekannt, im Bereich autonomes Fahren mit BMW zusammen zu arbeiten.

Knackige Dividende
Ohnehin könnten sich viele Anleger langsam oder sicher daran machen, die Daimler-Aktie in ihr Depot zu packen um die knackige Dividende zu sichern. Am 22. Mai findet die Hauptversammlung statt. Im Anschluss wird Daimler 3,25 Euro an seine Aktionäre ausschütten. Macht aktuell eine Dividendenrendite von 6,0 Prozent. Außerdem warten Aktionäre sowie Arbeitnehmer auf die Vision des neuen Daimler-Chefs Ola Källenius - gut möglich, dass er der Aktie wieder neues Leben einhaucht.

Ausbruch
Die Daimler-Aktie hat vor wenigen Tagen die wichtige 200-Tage-Linie überwunden. Den Ausbruch gilt es zu verteidigen um im Anschluss den Widerstand bei 54,73 Euro aus dem Weg zu räumen. Wird dieser genommen, wäre der Weg für die Aktie bis 58,73 frei.