22.10.2014 Stefan Sommer

Da klingelt es in der Kasse: Daimler verkauft für 780 Millionen Dollar Tesla-Anteil

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Daimler

Der deutsche Autobauer ist als Großaktionär beim US-Elektroautopionier Tesla ausgestiegen. Der Anteil von rund vier Prozent im Wert von mehr als 600 Millionen Euro sei abgegeben worden, teilte Daimler in der Nacht auf Mittwoch mit. Die Zusammenarbeit bei Fahrzeugprojekten bleibe davon aber unberührt.

"Die Partnerschaft mit Tesla ist sehr erfolgreich und wird auch künftig fortgesetzt", sagte Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche. Die Entwicklungsarbeiten für die Mercedes-Benz B-Klasse Electric Drive seien abgeschlossen, die Kooperation mit Tesla bleibe jedoch bestehen.

 

Einstieg im Mai 2009

Daimler war im Mai 2009 mit 9,1 Prozent bei Tesla eingestiegen. Damals stieg Daimler für „einen zweistelligen Millionenbetrag“ beim amerikanischen Elektrosportwagenhersteller ein. Kurz darauf wurden aber 40 Prozent des Anteils kurz an den Staatsfonds Aabar aus Abu Dhabi veräußert. Das war noch vor dem Börsengang der Firma des schillernden Tech-Milliardärs Elon Musk Mitte 2010.

Tesla hat für Daimler am elektrischen Smart sowie der elektrischen A- und B-Klasse von Mercedes mitgearbeitet und wird auch weiterhin Teile des Antriebs liefern. Für Daimler ist die Tesla-Beteiligung eine Erfolgsgeschichte - in den letzten Jahren hat sich der Aktienkurs des an der Börse beliebten Unternehmens vervielfacht.

Der Verkauf des Anteils spült den Stuttgartern nun rund 780 Millionen Dollar (613,5 Millionen Euro) in die Kasse. Das Geld soll ins operative Geschäft gesteckt werden. Die Tesla-Aktie drehte nachbörslich ins Minus, nachdem die Nachricht bekannt wurde.

Aussichtsreiches Investment

Die Zusammenarbeit der beiden Unternehmen hat durchaus Früchte getragen. Positiv ist daher, dass die Kooperation bei Fahrzeugprojekten bestehen bleibt. Der Erlös aus dem Verkauf werde sich bei den Geschäftszahlen 2014 positiv auf den operativen Gewinn auswirken. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner positiven Einschätzung für die Daimler-Aktie. Ein Abstauberlimit kann im Bereich von 52 Euro platziert werden. Bis zum Jahresende sind Kurse über 65 Euro denkbar.

(Mit Material von dpa-AFX)

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