Der Rüstungskonzern Renk hat am Donnerstag wie viele andere Konzerne auch seine Bücher geöffnet. Und am Markt kommen die Zahlen gut an. Die Aktie führt mit einem Plus von mehr als drei Prozent die Gewinnerliste im MDAX an. Vor allem der Auftragseingang überzeugt wieder einmal mit einem Rekordwert.
Das erste Halbjahr beim Getriebehersteller lief angesichts der anhaltend hohen Nachfrage in der Rüstungsbranche gut. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 637 Millionen Euro. Das bereinigte EBIT legte um 10,1 Prozent auf 98 Millionen Euro zu. Das bedeutet eine EBIT-Marge von 15,4 Prozent – nach 14,4 Prozent vor einem Jahr. Mit den Zahlen hat Renk die Erwartungen am Markt relativ genau erfüllt.
Sehr erfreulich blieb der Auftragseingang. Dieser hat laut CEO Alexander Sagel mit 1,2 Milliarden Euro bereits nach sechs Monate in etwa das Niveau erreicht, das im Vorjahr nach neun Monaten erreicht wurde.
Bestätigt hat das Management die Jahresziele. Auf dem Zettel stehen ein Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro, wobei die obere Hälfte der Spanne angepeilt wird.
Die Ergebnisse hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen, heißt es auch in ersten Einschätzungen von JPMorgan und Jefferies. Beide Häuser bestätigten ihre Kaufempfehlungen mit Zielen von 75 respektive 60 Euro, die deutlich über dem aktuellen Kurs liegen. Positiv wurde gewertet, dass nun das obere Ende der Gewinnspanne erreicht werden soll.
Es geht wieder bergauf mit den deutschen Rüstungsaktien. Die Renk-Zahlen zeigen, dass die Konzerne die hohen Erwartungen am Markt auch erfüllen können. Die monatelange scharfe Korrektur dürfte beendet sein, weiter steigende Kurse sind nun drin. Branchenfavorit bleibt aber der Blue Chip Rheinmetall, der mit höheren Margen und stärkerem Wachstum punktet.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Renk.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Rheinmetall.
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