RWE zieht einen Schlussstrich unter seine blockierten Offshore-Windpläne in den USA. Für die Rückgabe sämtlicher Pachten erhält der Energiekonzern 1,22 Milliarden Dollar vom US-Innenministerium. Anleger greifen zu: Die Aktie legt zeitweise rund drei Prozent zu. Charttechnisch fehlt allerdings noch der entscheidende Schritt.
RWE U.S. Offshore gibt seine Pachten vor den Küsten New Yorks, Kaliforniens und Louisianas zurück. Der Konzern hatte mehr als eine Milliarde Dollar für die Gebiete und die Entwicklung der Projekte aufgewendet. Da auf absehbare Zeit keine Genehmigungen zu erwarten sind, schafft die Einigung nun Planungssicherheit.
Das frei werdende Kapital kann RWE in Projekte mit besseren Umsetzungschancen lenken. Dazu zählen eine Beteiligung in Höhe von 900 Millionen Dollar am Flüssiggasprojekt Louisiana LNG sowie der Aufbau flexibler Gaskraftwerkskapazitäten. Insgesamt will RWE in den kommenden sechs Jahren rund 17 Milliarden Euro in den USA investieren und seine dortige Erzeugungskapazität bis 2031 von 13 auf 22 Gigawatt ausbauen.
RWE konzentriere sich weiterhin auf den weltweiten Ausbau ihrer Offshore-Aktivitäten. Das Unternehmen sei eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Offshore-Wind mit derzeit 18 Offshore-Windparks in Betrieb, vier im Bau und weiteren Projekten in der Entwicklung.
Die Aktie reagiert positiv auf die Einigung und legt zeitweise rund drei Prozent zu. Seit Mai steckt der Titel allerdings in einer engen Handelsspanne fest. Während die Zone um 54 Euro mehrfach Halt geboten hat, deckelt der Widerstand bei 58 Euro bislang sämtliche Ausbruchsversuche.
Erst Kurse oberhalb von 58,50 Euro würden die Seitwärtsbewegung beenden und ein neues Einstiegssignal liefern. Die Einigung reduziert die Risiken im US-Geschäft und ermöglicht eine sinnvollere Kapitalverwendung. Die laufende Empfehlung des AKTIONÄR bleibt daher gültig. Investierte Anleger bleiben dabei.
Heute, 16:25
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