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03.03.2021 Fabian Strebin

Commerzbank: Gamechanger Zinsentwicklung - eine halbe Milliarde Euro mehr Gewinn?

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Commerzbank

Die Commerzbank-Aktie probt auf ein neues den charttechnischen Ausbruch. Heute stehen die Zeichen aber besser als noch zuletzt. Denn die zinssensitive Bank bekommt Rückenwund vom Anleihemarkt. Außerdem wird bei den heutigen Verhandlungen zwischen Kanzleramt und Ministerpräsidenten in Deutschland wohl ein Öffnungskonzept beschlossen. Damit könnte die Rallye neues Futter bekommen.

Die Renditen der 10-jährigen Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland notieren noch immer im negativen Bereich. Allerdings sind sie wie auch in den USA und anderswo in den letzten Wochen zunehmend gestiegen. Da die Commerzbank hauptsächlich im Kreditgeschäft tätig ist, ist das ein wichtiges Signal.

Stark abhängig vom Zinsniveau

So führt das Geldhaus eine Zunahme des Zinsergebnisses von 600 bis 650 Millionen Euro im ersten Jahr nach einem Anstieg der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte an. Dass die Leitzinsen demnächst steigen, ist in der Eurozone eher unwahrscheinlich. Aber auch ein Anstieg der Kapitalmarktzinsen hat Auswirkungen auf die Bepreisung der Kredite, wenn auch verzögert.

Lockerungen gut für Commerzbank

Positiv könnten sich zudem die heutigen Beschlüsse zu Lockerungen im wirtschaftlichen und öffentlichen Leben in Deutschland auf die Commerzbank auswirken. Bisher ist bekannt, dass es ein Stufenkonzept geben soll. Das ermöglicht vielen Firmenkunden der Commerzbank eine Perspektive und sollte den Druck bei ausfallgefährdeten Krediten senken.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Im Intraday-Handel hat die Aktie heute den Widerstand bei 5,55 geknackt. In den letzten Monaten passierte das häufiger, ohne das ein nachhaltiges Kaufsignal ausgebildet wurde. Nun hat die Aktie aber Rückenwind und die Rallye sollte sich fortsetzen. Mutige können den Wert kaufen und setzen einen Stopp bei 4,00 Euro.

Hinweis auf Interessenkonflikte:


Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.


Hinweis auf Interessenkonflikte gemäß § 85 WpHG: Aktien von Commerzbank befinden sich im Aktionär-Depot von DER AKTIONÄR.

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