Der Bitcoin ist zu Wochenbeginn erneut deutlich unter Druck geraten. Nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, die weltweiten Zölle auf 15 Prozent anzuheben, rutschte die Kryptowährung zuletzt sogar unter die Marke von 65.000 Dollar. Während asiatische Aktienmärkte freundlich in den Handel starteten, zeigte sich einmal mehr: Krypto entkoppelt sich zunehmend vom klassischen Aktienmarkt – besonders in Phasen geopolitischer und handelspolitischer Unsicherheit.
Seit dem Hoch bei über 125.000 Dollar im Oktober vergangenen Jahres befindet sich der Markt im Rückwärtsgang. Auf Jahressicht steht inzwischen ein Minus von 26 Prozent, vom Rekordniveau aus summiert sich der Verlust sogar auf mehr als 47 Prozent. Marktbeobachter sehen mehrere Belastungsfaktoren: Neben der abrupt verschärften Zollpolitik sorgen der massive militärische Aufmarsch der USA im Nahen Osten und die Unsicherheit rund um mögliche Schritte gegen den Iran für Nervosität.
„Wir glauben, dass der plötzliche Anstieg der Zollsätze Investoren dazu veranlasst, Krypto-Assets zu verkaufen – in Erwartung eines stärkeren Markteinbruchs“, sagte Jeff Mei, COO des globalen Blockchain-Unternehmens BTSE. Zudem seien Anleger besorgt, dass der Aufbau von US-Militärkräften rund um Iran die Gefahr eines bewaffneten Konflikts erhöhe, der sich regional ausweiten und globale Handelsströme beeinträchtigen könnte.
Hinzu kommen strukturelle Faktoren. Schwache Liquidität und geringe Überzeugungskraft auf Käuferseite prägen laut Analysten das aktuelle Bild – typisch für eine Bärenmarktphase. Auch politische Unsicherheiten im Vorfeld der US-Zwischenwahlen drücken auf die Stimmung. Markus Thielen, Research-Chef bei der Analyseplattform 10x Research, hält einen Rücksetzer beim Bitcoin bis in den Bereich von 50.000 Dollar für möglich, bevor eine nachhaltige Bodenbildung erfolgt.
Der Bitcoin befindet sich in einer kritischen Phase, das Chartbild ist klar angeschlagen. Eine wichtige Unterstützung stellt das bisherige Februar-Tief bei gut 60.000 Dollar dar. Dieses sollte unbedingt verteidigt werden, soll sich das Chartbild nicht noch weiter eintrüben. Neueinsteiger warten eine klare Trendwende im Chart ab.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 06:56