Die Gewinner der Q2-Zahlensaison >> lesen
Foto: Börsenmedien AG, Bayer
22.07.2021 Michel Doepke

Bayer: Es geht Schlag auf Schlag

-%
Bayer

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer darf sein Herzmedikament Verquvo nun auch in der Europäischen Union verkaufen. Die Europäische Kommission habe Vericiguat (Markenname Verquvo) zur Behandlung symptomatischer, chronischer Herzinsuffizienz bei Erwachsene zugelassen, teilte Bayer am Mittwoch mit.

Das Mittel ist eine gemeinsame Entwicklung von Bayer und Merck & Co . Der US-Pharmakonzern besitzt die Vermarktungsrechte für die USA, Bayer für den Rest der Welt. Das Mittel wurde bereits in den USA und in Japan zugelassen. In anderen Ländern wir China laufen entsprechende Anträge.

Die aktuelle Zulassung basiert auf Studiendaten aus dem Frühjahr 2020. Diese hatten gezeigt, dass das Mittel bei Patienten mit sich verschlechternder chronischer Herzinsuffizienz das Risiko eines kardiovaskulären Todes oder einer Krankenhauseinweisung verringert im Vergleich zu einem Placebo in Kombination mit verfügbaren Medikamenten.

Bayer-Pharma-Chef Stefan Oelrich rechnet für Verquvo mit einem Jahresspitzenumsatz von rund einer Milliarde Euro. Bayer und Merck & Co teilen sich die Erlöse jeweils zur Hälfte. Der Markt für Herzmedikamente ist indes hart umkämpft.

Bayer (WKN: BAY001)

Die Zulassung von Verquvo in der EU war zu erwarten, entsprechend verhalten fiel die Kursreaktion aus. Die zuletzt erfreuliche operative Entwicklung des Unternehmens wird allerdings weiter von den Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten überschattet, die immer noch nicht in Gänze vom Tisch sind. Kurzfristige, positive Impulse könnten von den Zahlen am 05. August ausgehen. Mittel- bis langfristig bleibt DER AKTIONÄR aber bei seiner kritischen Einschätzung gegenüber der Bayer-Aktie und rät von einem Einstieg ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Bayer - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8