Investieren wie Peter Lynch - So geht's
25.08.2020 Marion Schlegel

BASF: Zulassung in trockenen Tüchern – folgt jetzt der charttechnische Ausbruch?

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BASF

Der Chemiekonzern BASF hat die Zulassung für ein weiteres Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Revysol in Deutschland erhalten. Im Frühjahr 2021 soll das Pilzmittel Balaya gegen Getreidekrankheiten auf den Markt kommen, teilte der DAX-Konzern am Dienstag in Ludwigshafen mit. Es sei das dritte zugelassene Mittel mit dem Ende 2019 eingeführten Wirkstoff Revysol. BASF traut dem Fungizid ein Umsatzpotenzial von mehr als einer Milliarde Euro zu.

BASF (WKN: BASF11)

Zudem plant der Bayer-Rivale, ab Mitte der 2020er-Jahre den neu entwickelten Unkrautvernichter Luximo auf den Markt zu bringen.

"BASF investiert täglich zirka 2,8 Millionen Euro in Innovationen für die Landwirtschaft der Zukunft", sagte BASF-Manager Michael Wagner, der Vizepräsident im Bereich Agricultural Solutions Europe North ist. Bis 2028 werde BASF über 30 neue Produkte mit einem Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 7,5 Milliarden Euro auf den Markt bringen. Dazu zählen acht Wirkstoffe sowie Traits (Pflanzeneigenschaften) und Saatgut.

Im ersten Halbjahr 2020 setze BASF im Geschäft mit Saatgut und Pflanzenschutzmittel knapp 4,6 Milliarden Euro um. Unternehmenschef Martin Brudermüller hatte 2018 die Sparte mit einem milliardenschweren Kauf von Teilen des Saatgutgeschäfts von Bayer gestärkt, welches der Rivale im Zuge der Übernahme von Monsanto abgeben musste.

Die Aktie des Chemiekonzerns kann ihre jüngst gestartete Aufholjagd auch am heutigen Dienstag fortsetzen. BASF steuert damit auf wichtige charttechnische Hürden zu: das Julihoch bei 54,24 Euro sowie die knapp darüber verlaufende 200-Tage-Linie. Ein Sprung darüber würde ein Kaufsignal bedeuten. BASF hat mit einigen Problemen zu kämpfen. Mittlerweile ist aber vieles im Kurs eingepreist. Anleger bleiben deswegen beim DAX-Titel nach wie vor an Bord. Ein Stopp bei 42,00 Euro sichert nach unten ab.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: BASF.