12.12.2013 Michael Herrmann

Balda zündet die Kursrakete

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5, 10, 20 Prozent - wer bietet mehr? Balda! Die Aktie legte gestern nachbörslich über 20 Prozent zu. DER AKTIONÄR zeigt die Gründe für die Kursexplosion.

Die Bald-Aktie ist nach dem gestrigen Börsenschluss um über 22 Prozent nach oben gesprungen. Von rund vier Euro ging es auf über fünf Euro nach oben. Grund waren positive Jahreszahlen, ein guter Ausblick sowie vor allem die Ankündigung einer satten Sonderdividende.

Ordentliches Geschäftsjahr

Balda hat 2012/2013 einen Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 59,9 Millionen Euro erzielt. Im Ergebnis enthalten sind die Erlöse der seit Jahresanfang konsolidierten US-Gesellschaften Balda C. Brewer und Balda HK Plastics. Im Rumpfgeschäftsjahr 2012 (1. Januar bis 30. Juni 2012) war ein Konzernumsatz von 11,7 Millionen Euro angefallen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich 2012/2013 gegenüber dem Rumpfgeschäftsjahr 2012 um 6,7 auf 4,1 Millionen Euro. Das Ergebnis des Gesamtkonzerns belief sich auf 13,5 Millionen Euro (Rumpfgeschäftsjahr 2012: 250,7 Millionen Euro).

1,50 Euro als Dividende

Das Ergebnis allein dürfte für den Kurssprung aber nicht hauptverantwortlich gewesen sein. Das Zauberwort lautet stattdessen: Sonderdividende. Da dem Konzern aus den Verkäufen der Anteile an der TPK Holding erhebliche liquide Mittel zur Verfügung stehen, wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 28. Januar 2014 die eine Sonderdividende von 1,50 Euro je Aktie vorschlagen.

Positive Aussichten

Auch der Ausblick fiel positiv aus. Sofern sich die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht deutlich verschlechtern und keine anderen nicht vorhersehbaren negativen Ereignisse von wesentlicher Tragweite für den Balda-Konzern eintreten, strebt der Vorstand im Geschäftsjahr 2013/2014 auf aktueller Portfoliobasis an, einen Konzernumsatz von 70 bis 80 Millionen Euro und eine EBITDA-Marge (bezogen auf den Umsatz) im einstelligen Prozentbereich zu erreichen. Das Konzernergebnis vor Steuern sollte auf Basis eines positiven EBITDA ebenfalls positiv ausfallen.