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Alphabet‑Aktie: Neues Google‑KI‑Modell schlägt intern Anthropics Opus

Alphabet‑Aktie: Neues Google‑KI‑Modell schlägt intern Anthropics Opus
Foto: Shutterstock
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Ingo Nix Heute, 13:40 Ingo Nix
Logo: DER AKTIONÄRJetzt bei Google bevorzugen
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Google will laut Presseberichten schon an diesem Mittwoch das KI-Modell Gemini 3.8 Flash vorstellen. Beim Programmieren soll es intern besser abgeschnitten haben als das Spitzenmodell des Rivalen Anthropic. Für die Aktie geht es dabei um mehr als eine Produktmeldung.

Google steht unter Beobachtung wie lange nicht. Nach Angaben des Wall Street Journal könnte der Konzern schon an diesem Mittwoch ein neues KI-Modell vorstellen: Gemini 3.8 Flash, intern „Skimaki“. Entscheidend: Bei internen Tests auf der konzerneigenen Entwicklerplattform Jetski sollen Google-Ingenieure das Modell dem Spitzenmodell Opus von Anthropic vorgezogen haben. Bestätigt hat der Konzern bislang nichts.

Gemini 3.8 Flash: Was hinter der Meldung steckt

Flash ist bei Google die schnelle, günstige Modellreihe – nicht das Flaggschiff, sondern das Arbeitspferd für Massenanwendungen. Genau dort entscheidet sich gerade das Geschäft: Agentisches Programmieren, also Künstliche Intelligenz, die selbstständig Code schreibt, testet und repariert, ist der erste große Umsatzfall der Generativen Künstlichen Intelligenz im Firmenkundengeschäft. Wer hier verliert, verliert Cloud-Verträge. Gemini 3.7 Flash kam am 13. August, 3.6 Flash am 21. Juli – Takt: drei Wochen. CEO Sundar Pichai hat etwa ein Modell pro Monat ausgerufen.

Das Flaggschiff Gemini 3.5 Pro liegt allerdings Monate hinter dem Plan, die nächste Modellgeneration steckt erst im Vortraining. Ein günstiges Modell kann Stärke bedeuten – es kann aber auch Ausweichen sein, weil das große Modell nicht fertig wird. Belastbare Zahlen fehlen bislang in beide Richtungen: Weder Benchmarks noch Preise oder eine Modellkarte liegen vor, die Berichte stammen aus frühen internen Tests.

Alphabet (A) (WKN: A14Y6F)

Alphabet: Der wunde Punkt ist der Cashflow

Der wunde Punkt steht weiter unten in der Rechnung. Die Investitionen kletterten im Quartal auf 44,9 Milliarden Dollar, die Jahresplanung stieg auf 195 bis 205 Milliarden Dollar. Dem operativen Cashflow von 39,1 Milliarden Dollar stand damit erstmals seit dem Börsengang ein negativer freier Cashflow gegenüber – minus 5,9 Milliarden Dollar. Am Markt entscheidet deshalb nicht, ob Google gute Modelle bauen kann, sondern ob sich die Milliarden je verzinsen.

Alphabet: Die Cloud-Marge ist der Prüfstein

Entscheidend wird Ende Oktober, wenn die Zahlen zum dritten Quartal vorliegen: Dann zeigt sich, ob die Cloud-Marge von zuletzt 35,6 Prozent trotz der hohen Investitionen hält. Davor stehen zwei kleinere Termine – die Vorstellung des Modells an diesem Mittwoch und der 4. September, an dem die Aktie ex Dividende gehandelt wird, 22 Cent je Aktie.

Beim Programmieren gilt Anthropic bislang als Maßstab – Google wurde in diesem Feld hinter OpenAI und Anthropic gesehen. Genau dort setzt der Konzern an: Wenn die eigenen Entwickler ein Flash-Modell dem Spitzenmodell Opus vorziehen, greift Google den Wettbewerber nicht auf gleicher Ebene an, sondern setzt eine Klasse darunter an – schneller, günstiger, in Massen einsetzbar. 

DER AKTIONÄR hat eine laufende Empfehlung für Alphabet mit Kursziel 430 Euro und einen Stopp bei 240 Euro.  

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