Zurich Insurance hat starke Jahreszahlen vorgelegt. Der Schweizer Versicherungskonzern ist zwar keine laufende Empfehlung des AKTIONÄR, die Zahlen dürften aber auch hierzulande aufmerksam verfolgt werden. Schließlich wird der deutsche Branchenriese Allianz in genau einer Woche nachziehen.
Zurich steigerte den operativen Gewinn im Gesamtjahr 2025 auf 8,86 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt leicht über dem Konsens von 8,79 Milliarden Dollar.
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft in der Schaden- und Unfallversicherung. Das operative Ergebnis kletterte um 22 Prozent auf 5,13 Milliarden Dollar und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen von 4,97 Milliarden Dollar. In der Lebensversicherung lag der operative Gewinn mit 2,29 Milliarden Dollar knapp unter den Prognosen, während das Farmers-Geschäft mit 2,39 Milliarden Dollar leicht besser abschnitt als erwartet.
Erfreulich ist vor allem die Entwicklung der Schaden-Kosten-Quote im Schaden- und Unfallgeschäft. Diese verbesserte sich von 94,2 Prozent auf 92,6 Prozent und lag damit minimal unter der Erwartung von 92,7 Prozent. Eine Quote unter 100 Prozent signalisiert, dass das Kerngeschäft profitabel arbeitet.
Auch beim Wachstum überzeugte Zurich: Die Bruttoprämien im Schaden- und Unfallgeschäft legten um 8,1 Prozent zu. Der Nettogewinn stieg um 17 Prozent auf 6,80 Milliarden Dollar und übertraf ebenfalls die Markterwartungen. Die Dividende soll um 2,00 Franken auf 30,00 Franken je Aktie steigen. Analysten hatten im Schnitt nur mit 28,13 Franken gerechnet.
Die starken Zahlen von Zurich sind ein konstruktives Signal für die gesamte Branche. Insbesondere die verbesserte Schaden-Kosten-Quote deutet darauf hin, dass Preiserhöhungen und diszipliniertes Underwriting greifen – ein Thema, das auch für Konkurrenten wie die deutsche Allianz entscheidend ist.
Zurich selbst ist keine laufende AKTIONÄR-Empfehlung. Im Vergleich zu anderen Branchenriesen ist die Aktie nach wie vor zu hoch bewertet. Die Allianz oder auch AXA überzeugen hier mehr. Für die Aktien der beiden Konkurrenten sind die Zurich-Daten ein leicht positives Vorzeichen im Vorfeld der eigenen Zahlenvorlage in genau einer Woche. Anleger halten an den beiden Branchenriesen fest.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Allianz.
Heute, 07:31