Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus hat am Morgen seine Zahlen für das vergangene Jahr sowie einen Ausblick auf das laufende Jahr veröffentlicht. Zwar will Airbus so viele Flugzeuge an seine Kunden übergeben wie noch nie zuvor, Anleger hatten sich aber insgesamt mehr erhofft. Die Aktie verliert in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate rund vier Prozent.
Airbus dämpft die Erwartungen: Für 2026 stellt der europäische Flugzeugbauer rund 870 Auslieferungen in Aussicht – etwas weniger als von Analysten erhofft. Während Konkurrent Boeing nach turbulenten Jahren wieder Tritt fasst.
Zwar lieferte Airbus 2025 insgesamt 793 Maschinen aus und übertraf damit das zuletzt gesenkte Ziel. Ursprünglich waren 820 Jets geplant, doch Qualitätsprobleme bei Rumpfbauteilen bremsten vor allem das A320-Programm. Analysten werten die Störungen jedoch als vorübergehend, der langfristige Produktionshochlauf gelte weiterhin als intakt.
Boeing holt derweil auf. Zwar übergab Airbus 2025 noch 193 Flugzeuge mehr als der US-Rivale. Doch bei den Neuaufträgen lag Boeing erstmals seit 2018 wieder vorn. Auch der Jahresauftakt 2026 spricht für die Amerikaner: 46 Auslieferungen und 103 Nettoaufträge im Januar stehen bei Boeing zu Buche, Airbus kam im selben Zeitraum nur auf 19 Jets und 49 Bestellungen. Beobachter sehen darin ein mögliches Signal für eine Verschiebung der Kräfteverhältnisse.
Operativ überzeugte Airbus im Schlussquartal mit einem bereinigten EBIT von 2,98 Milliarden Euro und übertraf damit die Erwartungen. Der Umsatz lag mit 25,98 Milliarden Euro leicht unter den Prognosen. Für 2026 peilt der Konzern ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von etwa 4,5 Milliarden Euro an – bei rund 870 geplanten Auslieferungen. Der bisherige Auslieferungsrekord stammt aus dem Jahr 2019 und betrug 863 Jets. Analysten hatten allerdings im Vorfeld mit über 900 gerechnet.
Die Aktie von Airbus hat sich in den vergangenen Jahren extrem stark entwickelt. AKTIONÄR-Leser liegen seit der Empfehlung im April vergangenen Jahres rund 40 Prozent im Plus. Charttechnisch wichtig wäre, dass die 200-Tage-Linie nicht nachhaltig unterschritten wird. Ansonsten würde sich das Bild eintrüben. Anleger bleiben dabei, beachten aber den Stopp bei 168 Euro.
Heute, 08:12