31.03.2020 Pierre Kiren

AKTIONÄR-Tipp Dermapharm schließt Kauf von Allergopharma ab – wie geht es jetzt weiter?

-%
Dermapharm

Die Dermapharm Holding hat die Übernahme der ehemaligen Merck-Tochter Allergopharma abgeschlossen. Der bayerische Arzneimittelhersteller hatte mit Merck den Kaufvertrag bereits im Februar unterzeichnet. Trotz Corona möchte Dermapharm an seinen Integrationsplänen festhalten.

Allergopharma ist auf subkutane Hyposensibilisierung bei Allergien spezialisiert. Sie bieten hochdostierte, hypoallergene Präperate an, sogenannte Allergoide sowie Allergene zur Diagnostik an.

Bereits vor einigen Tagen führte Dermapharma-CEO Dr. Hans-Georg Feldmeier im AKTIONÄR-Interview an, was die Hauptabsichten bei der Übernahme waren.

„Mit der Akquisition von Allergopharma erweitern wir unsere Kompetenz im Bereich der Dermatologie durch ein innovatives Produktportfolio von Immuntherapeutika zur Desensibilisierung bei Allergien. Die Dermapharm Gruppe war bislang nicht im Bereich der Desensibilisierung von Allergien aktiv“, so Feldmeier.  

Dermapharm (WKN: A2GS5D)

Neben der Produktportfolio-Erweiterung steht im Zuge der Allergopharma-Übernahme der chinesische Wachstumsmarkt nun offen. Dermapharm teilte mit, dass der Übergang des China-Geschäfts für das zweite Halbjahr 2020 erwartet wird.

Negative Auswirkungen in Folge von Produktionsausfällen in China durch das Coronavirus befürchtet Dermapharm aktuell nicht. Die Lieferketten sind intakt, da Dermapharm 90 Prozent der Produkte im Segment Markenarzneimittel und andere Gesundheitsprodukte in Deutschland produzieren – das gilt ebenso beim Einkauf von Wirkstoffen.

Die Dermapharm-Aktie konnte sich vom Zwischentief Mitte März loseisen und seitdem einen Aufwärtstrend einschlagen. Im heutigen Handel profitiert die Aktie vom Abschluss der Allergopharma-Transaktion. Eine Prognose für 2020 will die Gesellschaft am 08. April kommunizieren. DER AKTIONÄR bleibt langfristig positiv gestimmt. Die Aktie bleibt bei Schwäche kaufenswert.