++ 100 Prozent mit Tech-Aktien ++

670% Plus seit Empfehlung: Hochtief mit Zahlen – Aktie macht Verluste schnell wett

670% Plus seit Empfehlung: Hochtief mit Zahlen – Aktie macht Verluste schnell wett
Foto: Mino Surkala/Shutterstock
Hochtief AG -%
Maximilian Völkl Heute, 21:03 Maximilian Völkl

Die zuletzt so stark gelaufene Aktie des Baukonzerns Hochtief hat am Montag nach Quartalszahlen kurzzeitig fast zehn Prozent an Wert verloren. Die Verluste wurden aber schnell kompensiert, die Aktie ging fast unverändert aus dem Handel. Seit der Empfehlung im AKTIONÄR stehen beim MDAX-Titel 670 Prozent Gewinn zu Buche.

Hochtief hält nach einem gemischt ausgefallenen Quartal am Gewinnziel für 2026 fest. Der Umsatz war in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres um 5,3 Prozent auf knapp 9,4 Milliarden Euro gestiegen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der um Sondereffekte bereinigte Konzerngewinn im Jahresvergleich legte um knapp 30 Prozent auf 217 Millionen Euro zu. Analysten hatten beim Erlös mit mehr und beim Gewinn mit weniger gerechnet.

Die Auftragsbücher von Hochtief sind dank des KI-Booms gut gefüllt. Der Ordereingang wuchs um mehr als 17 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Davon stammte 60 Prozent aus den Wachstumsbereichen, hieß es. Der Auftragsbestand betrug Ende März 79,3 Milliarden Euro.

Experte Graham Hunt vom Analysehaus Jefferies bescheinigte dem Baukonzern einen guten Jahresstart. Der Nettogewinn liege dank der australischen Tochter Turner 4,6 Prozent über der durchschnittlichen Markterwartung. Deren ähnlich starker Auftragseingang deute auf eine weiter anziehende Nachfrage im Sog des Rechenzentren-Booms für Künstliche Intelligenz hin. Vor diesem Hintergrund wirke das für 2026 weiter angestrebte Gewinnplus des Konzerns von 20 bis 30 Prozent konservativ.

Unternehmenschef Juan Santamaría Cases sieht sein Unternehmen vor allem in Wachstumsbereichen wie Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, Verteidigung sowie im Tech-Sektor gut positioniert. In diesen Bereichen steige die Nachfrage nach moderner Infrastruktur immer stärker. Tech-Konzerne stecken wegen wachsender Datenmengen und des KI-Trends viel Geld in den Ausbau von Rechenleistung. Aber auch Regierungen weltweit haben ihre Budgets für die Verteidigung deutlich erhöht.

Ausblick bestätigt

Im laufenden Jahr rechnet die Hochtief-Spitze dank eines guten Auftragsbestands weiter mit einem bereinigten Nettogewinn von 950 Millionen bis 1,025 Milliarden Euro. 2025 war der bereinigte Gewinn um 26,3 Prozent auf 789,3 Millionen Euro gestiegen.

Inklusive Sondereffekten wies Hochtief in den ersten drei Monaten einen Gewinn von 210 Millionen Euro aus. Das war fast ein Drittel weniger als im Vorjahr, als Hochtief von der Flatiron-Transaktion profitiert hatte. Hochtief und der spanische Mutterkonzern ACS hatten durch einen Zusammenschluss der US-Tochter und der ACS-Tochter Dragados North America das zweitgrößte Tiefbau- und Bauunternehmen in den Vereinigten Staaten geschaffen. Hochtief hält an dem Unternehmen 38,2 Prozent der Anteile, ACS die restlichen 61,8 Prozent.

Hochtief (WKN: 607000)

Vor allem die US-Investoren haben dafür gesorgt, dass Hochtief die kurzzeitigen Verluste am Montag schnell wettgemacht hat. Das zeigt einmal mehr, wie viele Käufer noch an der Seitenlinie warten und wie hoch die Nachfrage nach KI-Infrastruktur weiter ist. Anleger lassen die Gewinne bei der Dauerempfehlung weiter laufen.

Enthält Material von dpa-AFX

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