FRANKFURT (dpa-AFX) - Profiteure der Energiewende und des KI-Ausbaus bleiben am deutschen Aktienmarkt gefragt. Rückenwind lieferte am Freitag auch die Kraftwerksstrategie der Bundesregierung, zu der am Vortag nach Börsenschluss eine Grundsatzeinigung mit der Europäischen Kommission bekannt gegeben wurde.
Die Aktien des Energietechnikkonzerns Siemens Energy
Der Durchbruch für neue Gaskraftwerke in Deutschland lieferte nun weiteren Rückenwind. In diesem Jahr soll der Startschuss für deren Bau fallen. Sie sollen im Zuge des geplanten schrittweisen Kohleausstiegs die Versorgungssicherheit mit Strom gewährleisten.
Mehrere Energiekonzerne stehen schon in den Startlöchern. So hat etwa RWE
Die RWE-Aktien erreichten am Freitag ein weiteres Hoch seit 2011. Zuletzt notierten sie noch rund ein halbes Prozent im Plus bei 51 Euro - für 2026 bedeutet das ein Kursanstieg um fast 13 Prozent. Erst am Vortag war der Kurs erstmals wieder seit 15 Jahren über die Schwelle von 50 Euro gesprungen. So hatte der Zuschlag bei britischen Offshore-Windkraftauktionen schon zur Wochenmitte für frischen Schwung gesorgt. Insgesamt hatte RWE Zuschläge für eine Kapazität von 6,9 GW erhalten. Zudem hatte RWE mit der Beteiligungsgesellschaft KKR eine langfristige Partnerschaft vereinbart, um die Norfolk-Projekte gemeinsam zu realisieren. KKR beteiligt sich dafür mit jeweils 50 Prozent an den Windparks.
Analysten sehen den Dax-Konzern damit als großen Gewinner der Ausschreibungsrunde und hoben ihre Kursziele an. Peter Bisztyga von der Bank of America und die Experten des Bankhauses Metzler etwa sind mit jeweils 59 Euro besonders optimistisch./mis/niw/jha/
Quelle: dpa-AFX