29.08.2019 Marion Schlegel

Dividendenperle Roche fährt nächsten Erfolg ein – Aktie über 30 Prozent im Plus

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Roche
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Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat seine Immuntherapie Tecentriq einen weiteren Zulassungserfolg verbuchen können. Für eine Kombinationstherapie zusammen mit Chemotherapie hat die EU-Kommission grünes Licht gegeben. Es geht dabei um die Behandlung Erwachsener mit nicht operablem fortgeschrittenem Triple-negativem Mammakarzinom (TNBC), die keine vorherige Chemotherapie erhalten haben. Auch die Begleitdiagnostik erhält grünes Licht, wie Roche am heutigen Donnerstag mitteilte.

Roche (WKN: 855167)

Die Zulassung basiere auf den Ergebnissen der Phase-3-Studie IMpassion130. Tecentriq ist bereits in verschiedenen Ländern für verschiedene Krebsarten zugelassen. Als Hilfsmittel zur Identifizierung von Patienten mit TNBC ist nun auch der Test VENTANA PD-L1 (SP142) Assay von Roche in der EU kommerziell erhältlich. Im März hatte bereits die US-Gesundheitsbehörde FDA den Test zugelassen.

Derweil hat das Analysehaus Jefferies die europäische Pharmabranche genauer unter die Lupe genommen. Die Aktie von Roche bewertet das Haus dabei weiterhin mit „Buy“. Analyst Peter Welford betonte in einer am Donnerstag vorliegenden Branchenstudie, dass bis 2022 der Bereich Onkologie bei den großen europäischen Pharmakonzernen auf 30 Prozent des Umsatzes steigen werde. Auch auf Immunologie und seltene Krankheiten richte sich der Fokus zu Lasten von Herz-Kreislauf- und Infektionskrankheiten immer stärker. Bei Roche und Novartis begrüßt er die Schritte in Richtung einer zunehmend breiteren Aufstellung und Reduzierung der Onkologie. Insbesondere seltene Krankheiten werden bei den Schweizern ein immer wichtigeres Feld.

Roche überzeugt nicht nur mit starken News von der Pipeline und dem zukünftigen hervorragenden Potenzial der Pipeline, auch als Dividendenzahler können sich die Schweizer mehr als sehen lassen. Derzeit beträgt die Rendite 3,2 Prozent. Anleger lassen bei dem Titel die Gewinne, die seit der Empfehlung des AKTIONÄR mittlerweile mehr als 30 Prozent erreicht haben, laufen.

(Mit Material von dpa-AFX)