Wie jüngst bekannt wurde, weigert sich die US-Arzneimittelbehörde FDA, den Zulassungsantrag für den experimentellen Grippeimpfstoff mRNA-1010 überhaupt zu prüfen. Die Aktie von Moderna geriet am Dienstag nach US-Börsenschluss kräftig unter Druck. Rund zehn Prozent geht es bei dem Papier nach unten. Auch eine wichtige Chartmarke wurde damit unterschritten.
Laut Moderna wurden weder Sicherheits- noch Wirksamkeitsbedenken geäußert. Stattdessen stößt sich die Behörde am Studiendesign – obwohl dieses vor Beginn der Phase-3-Studie mit der zuständigen FDA-Abteilung abgestimmt worden war. Konkret kritisiert die FDA, dass Moderna seinen Impfstoff mit einem bereits zugelassenen Standard-Grippevakzin verglichen hat. Das entspreche nicht dem „bestverfügbaren Versorgungsstandard“, die Studie gelte daher nicht als ausreichend kontrolliert.
Moderna weist das zurück und betont, dass die geltenden Richtlinien keinen Vergleich mit dem jeweils modernsten oder hochdosiertesten Impfstoff vorschreiben. Die Phase-3-Daten hatten im vergangenen Jahr sämtliche Studienziele erreicht. Der Grippeimpfstoff gilt als zentraler Baustein für eine geplante Kombi-Impfung gegen Influenza und Covid-19.
Das Unternehmen hat ein Treffen mit der FDA beantragt, um das weitere Vorgehen zu klären. Die Finanzprognose für 2026 bleibt unverändert. Eine mögliche Zulassung erwartet Moderna frühestens Ende 2026 oder 2027 – abhängig von den regulatorischen Entscheidungen in den USA, Europa, Kanada und Australien.
Die Aktie von Moderna ist mit dem jüngsten Kurseinbruch wieder unter die 40-Dollar-Marke sowie unter die 38-Tage-Linie zurückgefallen und ist nun charttechnisch wieder deutlich angeschlagen. DER AKTIONÄR favorisiert in dem Bereich ohnehin den deutschen Konkurrenten BioNTech. Die Aktie von BioNTech kann im frühen Handel am Mittwoch sogar leicht profitieren. Die Mainzer müssen bei den in den kommenden Monaten anstehenden Studienergebnissen aber auch punkten.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Moderna, BioNTech.
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BioNTech.
Heute, 10:25