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Foto: Tesla
02.06.2021 Jochen Kauper

Tesla-Experte: "Full Self Driving wird in Deutschland völlig missverstanden"

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Tesla

Zuletzt hat der Hype rund um Tesla etwas nachgelassen. Elon Musk glänzte eher mit seinen Kommentaren via Twitter rund um Bitcoin und Co, statt neue Akzente bei Tesla zu setzen. Probleme in China und steigende Konkurrenz kommen hinzu. Wie steht es um die Aktie?


Vor wenigen Tagen meldete sich Tesla-Chef Elon Musk dann doch endlich mal wieder zu Wort. Nicht etwa, um den Bitcoin auf Berg- oder Talfahrt zu schicken. Der Tesla-CEO äußerte sich zur aktuellen Chip-Knappheit.

Teslas "größte Herausforderung ist die Lieferkette, insbesondere Mikrocontroller-Chips. Noch nie so etwas gesehen", so Musk in einem Tweet. Musk ergänzte, dass die Angst, dass die Chips ausgehen, jedes Unternehmen dazu bringt, zu viel zu bestellen. "Es ist offensichtlich kein langfristiges Problem", fügte Musk hinzu.

Dass es zuletzt etwas ruhiger um Tesla und Elon Musk geworden ist, scheint für Zukunftsforscher Dr. Mario Herger kein Grund zu sein, um an Teslas Zukunft und dem Vorteil des First Movers zu zweifeln. Ganz im Gegenteil. „Ich erwähne schon gar nicht mehr das autonome Fahren mit der Full Self Driving (FSD), weil das in Deutschland völlig missverstanden wird. Zuerst einmal verwechseln das alle mit dem Autopiloten. 2.000 Beta-Tester (Kunden) haben das heute auf ihren Autos und es ist absolut beeindruckend. Die Hardware ist schon eingebaut und dank Over-the-Air-Updates kann Tesla Fahrdaten herunterladen und die neuesten FSD-Versionen auf alle raufladen. Maschinenlernen in Aktion dank Big Data der Tesla-Flotte. Ein unglaublicher Vorsprung“, sagt Herger gegenüber dem AKTIONÄR.


Zuletzt mehrten sich auch wieder die positiven Analystenstimmen zu Tesla. Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas etwa sieht für die Aktie Potenzial bis 900 Dollar. 900 Dollar hält auch Deutsche Bank-Analyst Emmanuel Rosner für möglich.

Fakt ist aber auch, dass Tesla die eine oder andere Baustelle hat, die es zu managen gilt.

In China zum Beispiel hat sich Tesla zuletzt nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Der Elektroauto-Pionier verkaufte im vergangenen Monat 25.845 Made-in-China-Fahrzeuge, ein Rückgang um 27 Prozent gegenüber 35.478 Autos im März, wie aus den Zahlen der China Passenger Car Association hervorging.

Hinzu kommt, dass die negative Presse in China deutlich zugenommen hat. Es mehrten sich die lokalen Berichte über Tesla-Bremsversagen und Explosionen. Darüber hinaus hat Musk vorerst die Pläne zur Erweiterung seiner Fabrik in Schanghai gestoppt.

Tesla (WKN: A1CX3T)

Was die Aktie angeht, hat aus technischer Sicht der Doppelboden bei 530 Dollar gehalten. Im Anschluss hat das Papier des Elektroautopioniers die 200-Tage-Linie bei 600,70 Dollar zurückerobert. Diese gilt es jetzt zu verteidigen! Wird im Anschluss die 50-Tage-Linie bei 659,94 Dollar genommen, hat die Aktie Luft bis 715,00 Dollar.

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