Gut ist nicht gut genug. Der Energie- und Mineralöl-Konzern Neste wird den hohen Markterwartungen nicht gerecht und verfehlt die Erwartungen der Analysten leicht. Dennoch wird die Aktie mit einem Minus von rund zehn Prozent massiv abgestraft. Sollten Anleger den Dip beim finnischen Titel zum Einstieg nutzen?
Neste steigerte den Umsatz im zweiten Quartal um rund ein Drittel auf 5,99 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 6,06 Milliarden Euro einen Tick mehr erwartet. Das bereinigte EBITDA lag mit 1,20 Milliarden Euro knapp unter der Schätzung in Höhe 1,21 Milliarden Euro. Eine beeindruckende Entwicklung: Denn im Vorjahreszeitraum wies Neste lediglich ein bereinigtes EBITDA 341 Millionen Euro aus.
Unter dem Strich verdienten die Finnen 1,69 Euro pro Papier, im vergangenen Jahr musste das Unternehmen sogar noch einen Verlust von 0,10 Euro je Aktie ausweisen.
„Neste hat im zweiten Quartal 2026 Rekordergebnisse erzielt, worüber ich mich sehr freue", so Neste-Chef Heikki Malinen. "Der Konflikt im Nahen Osten prägte die globalen Öl- und Produktmärkte während des größten Teils des Berichtszeitraums und schuf damit ein außergewöhnliches Marktumfeld für Neste."
Trotz der richtig starken Entwicklungen nehmen Anleger ein paar Gewinne vom Tisch. Aus charttechnischer Sicht setzt die Neste-Aktie auf das Ausbruchsniveau von vor zwei Wochen zurück. Die Ampeln stehen weiter auf Grün, solange die Unterstützungszone um die Marke von 30 Euro hält.
Auch die Aktie des Biosprit-Herstellers Verbio fällt kräftig nach den Neste-Vorgaben. Mit einem Minus von knapp sieben Prozent rangiert das Papier am Ende im SDAX.
Das derzeitige Marktumfeld spricht weiter für sprudelnde Gewinne beim Energie- und Mineralölkonzern Neste. Mutige Anleger nutzen den Rücksetzer zum Einstieg und sichern die Position mit einem Stopp bei 22,50 Euro ab.
24.07.2026, 10:52
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