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13.10.2021 Benedikt Kaufmann

Nvidia: Widerstand aus Europa

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Nvidia

Über ein Jahr ist es her, dass Nvidia den Kauf von Arm ankündigte – und noch immer steckt die Übernahme bei zahlreichen Wettbewerbsbehörden fest. Bedenken seitens der Regulierer gibt es dabei nicht nur in China, Großbritannien oder den USA, sondern auch in der EU.

Laut einem Bericht von Reuters erwarten mehrere mit der Sache vertraute Personen, dass auch die EU-Kommission eine umfassendere wettbewerbsrechtliche Prüfung aufgrund der geplanten Arm-Übernahme einleiten wird. Selbst Zugeständnisse seitens Nvidia hätten nicht ausgereicht, um zu einer Zustimmung zu gelangen. Die Ergebnisse einer vorläufigen Prüfung sollen dagegen am 27. Oktober vorgestellt werden.

Eigentlich wollte Nvidia den im September 2020 angekündigten Deal in nur 18 Monaten abschließen. Nachdem im August die britischen Wettbewerbsbehörden eine umfassende Untersuchung ankündigten, wurde dieser Zeitplan jedoch schon ordentlich durcheinander gebracht. Eine ähnlich ausführliche Prüfung in der EU dürfte den Abschluss noch weiter hinauszögern.

Mit dem Zukauf von Arm will Nvidia seine holistische Vision im Data-Center neben GPUs und DPUs um die dritte Säule der CPUs komplettieren. Aktuell setzt der Chip-Hersteller zwar schon auf die Arm-Architektur in seiner Grace-CPU und ist damit ein Komplett-Anbieter im Data-Center – allerdings nicht vollständig In-House.

Für Nvidia wäre ein Scheitern des Deals ein Rückschlag – jedoch kein verheerender. Auch in der Aktie dürfte mittlerweile eine Blockade seitens der Regulierungsbehörden eingepreist sein. Die Chance auf eine erfolgreiche Übernahme liegt schätzungsweise nur noch bei 20 Prozent. Entsprechend unbeeindruckt zeigt sich die Nvidia-Aktie am Dienstag von der wohl anstehenden EU-Prüfung und legt nach Handelseröffnung rund 1,2 Prozent zu. Anleger lassen die Gewinne laufen.

Nvidia (WKN: 918422)

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.