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07.10.2020 Emil Jusifov

Facebook: Zerschlagung droht - was können Anleger jetzt tun?

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Facebook

Im US-Kongress verdichten sich Pläne, die großen Tech-Konzerne zu einem faireren Wettbewerb zu zwingen. Dabei bringen die Abgeordneten in einem Untersuchungsbericht auch eine Zerschlagung "bestimmter dominierender Plattformen" ins Gespräch.

Der Wettbewerbs-Unterausschuss im Repräsentantenhaus kam in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass Amazon, Apple , Facebook und Google ihre Marktmacht missbraucht hätten. Unternehmen, die einst selbst "rauflustige Start-ups" gewesen seien, "haben sich in die Art von Monopolen verwandelt, wie wir sie zuletzt in der Ära der Öl-Barone und Eisenbahn-Magnaten gesehen haben", heißt es in dem 400-Seiten-Bericht. "Diese Firmen haben zu viel Macht" - und diese Macht müsse eingeschränkt und einer angemessenen Aufsicht unterworfen werden.

Die Abgeordneten räumen allerdings auch ein, dass die Unternehmen "der Gesellschaft klare Vorteile gebracht haben". Doch die Dominanz von Amazon, Apple, Facebook und Google habe ihren Preis. "Diese Firmen betreiben in der Regel den Marktplatz und agieren gleichzeitig als Wettbewerb dort." Diese Position ermögliche den Konzernen, ein Regelwerk für andere zu schreiben, während sie selbst nach anderen Regeln spielten. Sie müssten niemandem außer sich selbst Rechenschaft ablegen.

Facebook wird vorgehalten, es habe die Übernahme von Instagram vor allem deswegen betrieben, um einen möglichen Konkurrenten unschädlich zu machen. Der Bericht zitiert auch einen ehemaligen hochrangigen Instagram-Mitarbeiter, der dem Kongress mitteilte, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg nach der Übernahme "brutale Machtkämpfe zwischen Instagram und Facebook" beaufsichtigt habe. Dabei habe Zuckerberg das natürliche Wachstum von Instagram zugunsten von Facebook selbst verlangsamt.

Facebook (WKN: A1JWVX)

DER AKTIONÄR empfiehlt Anlegern das Kartellverfahren gegen Facebook gelassen hinzunehmen. Die Erfahrung zeigt, dass solche Kartellverfahren sehr lange dauern können. Zudem könnte eine mögliche Zerschlagung den Aktionären von Facebook sogar noch in die Hände spielen, da sie im besten Fall statt einer drei Aktien von sehr erfolgreichen Social-Media-Unternehmen erhalten könnten, deren Gesamtbewertung an der Börse höher liegen dürfte, als dies bei der Facebook-Aktie allein aktuell der Fall ist. Das Facebook-Papier bleibt ein Basisinvestment.

(Mit Material von dpa-AFX)

Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte:

Der Autor Emil Jusifov hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die durch die Publikation etwaig resultierende Kursentwicklung profitieren: Facebook.