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02.09.2020 Michael Schröder

AKTIONÄR Hot-Stock LPKF Laser: Platzt jetzt der LIDE-Knoten?

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LPKF Laser & Electronics

Experten sind sich einig: Das laufende Jahr wird bei LPKF Laser coronabedingt ein schwaches Jahr. Doch das ist eingepreist. Die mittelfristigen Aussichten sind dagegen extrem stark. Vor allem das Potenzial der Dünnglas-Mikrobearbeitung (Laser Induced Deep Etching - LIDE) ist enorm – und bietet der Aktie deutliches Kurspotenzial.

Mit dem von LPKF entwickelten Verfahren ist es möglich, dünnes Glas schnell und präzise zu bearbeiten. Damit ist LIDE eine Grundlagentechnologie für viele Technologiebereiche.

Basierend auf dem Potenzial dieser Technologie hat Vorstand Götz M. Bendele eine mittelfristige Prognose für 2024 ausgegeben. Diese sieht Umsätze von 360 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von 25 Prozent vor. Zum Vergleich: 2019 erzielte der Laserspezialist 140 Millionen Euro und eine Marge von 13,7 Prozent.

Aber: 2020 wird coronabedingt ein schwaches Jahr. Um die Jahresprognose zu erreichen, muss die Gesellschaft im zweiten Halbjahr noch zulegen. Finanzvorstand Christian Witt signalisierte aber bereits, man könne „auf Bedarfsanstiege, wann auch immer sie eintreten, sofort reagieren“. Ab dem kommenden Jahr dürften Umsatz und Marge dann auch wieder nachhaltig anziehen.

Weitere Partnerschaften – zuletzt wurde Mitte Mai ein bedeutender Rahmenvertrag mit dem Display-Hersteller Nippon Electric Glas abgeschlossen – könnten für steigendes Interesse an der Aktie sorgen. LPKF steht allem Anschein nach in engen Kontakt mit Konzernen wie LG, Samsung und Corning.

Die Aktie pendelt seit einiger Zeit in einer breit gefassten Range zwischen 18 und 25 Euro seitwärts. Aktuell nimmt der Kurs wieder die obere Begrenzung ins Visier.

LPKF Laser & Electronics (WKN: 645000)

Das Fazit hat Bestand: Gelingt es dem Vorstand, LIDE als Standardtechnologie in so vielen Anwendungen wie möglich zu etablieren und neue Partner zu gewinnen, würde das der Aktie beträchtlichen Auftrieb verleihen. Analystin Alina Köhler von Hauck & Aufhäuser sieht die Aktie erst bei 40 Euro fair bewertet. Bei Warburg Research lautet das Kursziel 38 Euro. DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot auf steigende Kurse bei der Aktie. Das nächste Ziel bleibt – einmal mehr – die 25-Euro-Marke.

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