Rekordaufträge beim Beratungsriesen zieht die SAP-Aktie mit. Was Accenture gemeldet hat und welche Marken bei SAP im Chart jetzt zählen.
Accenture hat geliefert – und SAP profitiert mit. Der Beratungsriese, einer der wichtigsten Einführungspartner der Walldorfer, hat am Donnerstag Zahlen vorgelegt, die den gesamten Softwaresektor nach oben zogen. Die Frage lautet, wie viel von Accentures Auftragsflut in Walldorf ankommt.
SAP: Was Accenture gemeldet hat
Im vierten Geschäftsquartal bis Ende August stieg der Umsatz um sechs Prozent auf 18,68 Milliarden Dollar und lag damit über der eigenen Prognosespanne von 17,75 bis 18,40 Milliarden. Der Gewinn je Aktie erreichte 3,29 Dollar, erwartet waren 3,18 Dollar. Entscheidend war der Auftragseingang: 22,17 Milliarden Dollar, vier Prozent mehr als im Vorjahresquartal und klar über der Markterwartung von rund 20 Milliarden. DER AKTIONÄR berichtete hier vor den Quartalszahlen. Im Gesamtjahr summieren sich die Aufträge auf den Rekordwert von 84,54 Milliarden Dollar.
Für SAP zählt die Herkunft der Aufträge. Den Rekord trägt das Geschäft mit ausgelagerten Dienstleistungen (Managed Services) mit 12,77 Milliarden Dollar. Dahinter stehen mehrjährige Großprojekte, in denen Konzerne ihre Kernsysteme in die Cloud verlagern. Die Gegenseite: Accentures Aufträge sind noch keine SAP-Umsätze, und im klassischen Beratungsgeschäft deckten die neuen Aufträge gerade den Umsatz.
Die Aktie schloss gestern auf Xetra bei rund 187 Euro. Der nächste Widerstand liegt am Tageshoch von 190 Euro. Unterstützung bietet der Bereich um 180 Euro, wo auch die 50-Tage-Linie bei 179 Euro nach oben mitläuft. Ob aus dem Rückenwind eigenes Wachstum wird, zeigt sich am 21. Oktober: Dann legt SAP die Zahlen zum dritten Quartal vor.
SAP ist eine laufende Empfehlung des AKTIONÄR.
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Heute, 07:36
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